186 COR. Nr. 490 — 492.
einigen Blättern zeichnete der Künstler wie oben gegeben, auf andernsteht: Costan."' Der volle Name: Constan.™ Malombra, kommt seltenvor. Dass der Künstler aus Padua stamme, beweiset eine Landschaftmit der Ansicht einer Stadt. Dieses Blatt ist bezeichnet: PataviiConstantinus faciebat.
Unter den Initialen L. I). B. finden wir Gelegenheit, mehrereBlätter dieses Meisters zu verzeichnen.
490. Johann Jakob Gormann oder Kornmann, Wachsbossirer undrnii Medailleur von Augsburg, einer der berühmtesten Künstlerl_.Ul\. se j 1U!3 Caches in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts (f 1650),zeichnete seine Gepräge meistens mit dem Namen (Cormano), nurwenige mit /. /. C, so dass wir auf ihn zurückkommen. Die gegebeneAbbreviatur findet man auf dem Revers eines seltenen, schönen und4 Zoll grossen Medaillons mit dem Bildnisse des Philippus Pirovanus,S. Rotae Romanae Decanus, von 1641. Die Rückseite stellt ein Schiffin vollen Segeln vor. Mazzuchelli p. 106 I.
491. Zeichen der Kunze in Cordoba. Man findet diese Abbre-pr\i» viatur auf spanischen Münzen des 15. Jahrhunderts, und man
• wird daher nicht den obigen Künstler als Medailleur vermuthen.
492. Giovanni Batlista Coriolano, wahrscheinlich der ältere Bruderp \ des Bartolomeo, welcher hier nur mit einem' /0r • I einzigen Blatte erscheint, wurde nach Zani 1589,Corio. f. \ «ach Malpe 1596 zu Bologna geboren. Der SohnC ' 1 V F ^ cs Cristoforo Coriolano, widmete er sich unterLoriol. J^q. f. j Vaiesjo's Leitung der Malerei, machte sich aberin weiterem Kreise durch seine radirten und gestochenen Blätter be-kannt. Die reinen Nadelarbeiten gehören zu den Seltenheiten, da diePlatten nach einer geringen Anzahl von Abdrücken mit dem Stichelvollendet würden. Bartsch P. gr. XIX. p. 35 ff. beschreibt 223 Kupfer-stiche von seiner Hand, und dazu vier Holzschnitte. Hinsichtlich derletzteren Blätter kommt Bartsch mit seiner vorgefassten Meinung, dassdie älteren Meister nicht selbst das Schneidemesser geführt haben, ineinen Widerspruch, indem er sagt, dass Coriolano einige Holzschnittehinterlassen habe, welche eben so zierlich behandelt seien, als dieübrigen Kunstprodukte desselben. Wir gehen hier zunächst auf einigeBlätter dieser Art ein, und lassen dann Kupferstiche folgen , da dasVerzeichniss, welches Bartsch gibt, einige Zusätze erfordert.
G. B. Coriolano starb 1649.
Holzschnitte.
1) fB. No. 4| Das Bildniss des Arztes Fortunius Licetus aus Genua.Links unten in der Schrifttafel: Io. Bapt." Coriolanus F. Dieses treff-liche Blatt findet man in folgendem Werke des Dr. F. Licetus: De naturaet de arte libri II. Vtini 1G40, 4. Auf dem Schilde rechts unter demBildnisse steht die Jahrzahl MDCXXXIX. H. 6 Z. 3 L. Br. 4 Z. 8 L.
R. Weigel gibt in seinem Prachtwerko: Holzschnitte berühmterMeister etc. I. No. 4, eine treffliche Copie dieses malerischen Blattes.
2) [B. No. 3] St. Philippus Neri, halbe Figur in runder Ein-fassung. Unten in der Mitte im Cartouche: S. FILIPPO NERI.,rechts: Cor. H. 4 Z. 9 L. Br. 3 Z. 2 L.
3) Die hl. Jungfrau mit dem schlafenden Kinde. In einen falten-reichen Mantel gehüllt, neigt sie sich gegen rechts, und senkt das