Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
184
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184 COB — COL. Nr. 480 — 484.

480. Cornelis Bos oder Bas ? Dieses Zeichen, angeblich jenesdes erwähnten Künstlers, findet man auf einem grossen Kupfer-stiche, welcher die Venus vorstellt, wie sie den Adonis von derJagd zurückhalten will. Die Stellungen der Hauptfiguren kom-men mit jenen auf R. Strange's Blatt nach Tizian überein, nur

erscheinen die Figuren von der Gegenseite. Adonis hält drei Hundean der Leine, während man auf dem Blatte von Strange nur zwei sieht.Der schlummernde Liebesgott ist links auf dem Hügel, und in weiterEntfernung fährt die Göttin durch die Luft. Auf der besonders ge-stochenen Schrifttafel im Rande steht: Aurca formosum — ferocis Apri,und am Boden gegen die Mitte die Adresse: Alla libraria del S.Marco.H. 19 Z. 8 L. Br. 15 Z. 3 L.

Giulio Sanuto hat eine ähnliche, oder dieselbe Darstellung ge-stochen, welche aber im Peintre-graveur nicht beschrieben ist. Sanuto'sBlatt diente vielleicht zum Vorbilde des obigen. Der Copist war aberein ungeübter Zeichner, dem es öfters am Verständniss dessen fehlt,was er abbilden sollte. So sind besonders die Wolken unsinnig be-handelt. Wir glauben daher nicht, dass Comel Bos der Stecher diesesBlattes sei. Sein gewöhnliches Zeichen besteht nur aus ÜB. Wahr-scheinlich handelt es sich um ein Verlagszeichen.

481. Carlo Antonio Bnffagnotti, Architekturmaler und Radirer,/^o ^ T j-o f an( * °b° n unter den Buchstaben CBI, No. 2337

C_y v£) ltl/t" 1 eme Stelle, und da ist auch das Dekorationswerkangezeigt, in welchem radirto Blätter mit C° H IntB vorkommen.

Aft") r 1 fo 4 /->•}<# Dieser nach seinen Lebensverhält-nis. Loeicus [ec. lbji. nigsen „„bekannte Künstler gehörtzu den Landschaftern. Wir kennen ihn nach einer feinon Feder-zeichnung im k. Museum zu Berlin. Er ist aber kaum pjine Personmit jonem Coq oder de Coq, von welchem in der k. Kunstkammerzu Berlin 16 kleine Pergamentblätter mit zierlichen Landschaften inSilberstift aufbewahrt werden. Sie tragen die Jahrzahl i 647 , undsind nach Kugler (Beschreibung der Kunstkammer S. 237) ungemeinfein, heiter und geistreich im Charakter jener landschaftlichen Schulegehalten, die im Süden, in der Nachfolge des Claude Lorrain, ihreVorbilder suchten. Weder unser Coekus, noch der Meister de Coqkommen in einem der bestehenden Künstler-Wörterbücher vor.

483. Colla dell' Amatrice wird gewöhnlich jener Maler genannt,r>r\i \ AX/f\TDTrn/e dessen Inschrift wir hier geben. ManLAJLA AMA1K1U1V5 setzt se j n c Blüthczeit um 1533, mit

FACIEBAT MDXV der Bemerkung, dass der Künstler zu

Acoli da Piceno den Ruf eines seltenenMeisters genossen habe. Lanzi nennt besonders ein Bild des Abend-mahls des Herrn, welches vielleicht mit 1533 datirt ist. Das Gemäldemit der gegebenen Inschrift stellt die Himmelfahrt Maria vor, und be-findet sich in der Gallerie Doria zu Rom.

484. Ludovico Lana ist oben unter CLILA No. 377 eingeführt,t.t ,.£. A da die Buchstaben Co nicht in dor Art hervor-(SJ^TP w -A. Tp treten, dass derjenige, welcher über das Mono-i—' 1 ,1__> \—j I gramm Aufschluss verlangt, unter COL seine

(Tjj j~, Nachforschung beginnen dürfte. Wir verweisen

VT, L, H aber hier nur auf die betreffende Stelle, wo das

J-—' L Weitere gesagt ist.