Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
127
Einzelbild herunterladen
 

CL.- Nr. 343. 127

in der Notice des Estampes exposecs ä la Bibliothcque du Roi 1623das Werk dieses Meisters auf 33 Blätter. In Deutschland verfertigteGraf Lepcl einen Catalog der Rudirungen des Claude Lorrain, welcherunter folgendem Titel erschien : Oeuvre de Claude Gelee dit I.e Lorrain.Par Comte de V. Vresde, C. G. Gaertner 1)100, 8. Dieses Werk istjetzt wenig mehr berücksichtiget, da wir seit 1835 durch Robcrt-Dumesnil im Peintre-gravcur l'ranc- 1. 1>- 3 ff. genauere Nachweisungenhaben. Dieser Kunstkenner beschreibt 42 Blätter, und glaubt, dasswenige mehr hinzukommen dürften. Einen solchen Nachtrag liefertR. Wcigel im Kunstkatalog No. 16,705. Dieses Blatt stellt einen dieSchalmey blasenden Ziegenhirten vor, und ist ohne Zeichen. Wcigelbeschreibt es genau. Die Blätter unseres Meisters sind mit den Jahr-zahlcn i960, 1033, 103b. 1036, 1037, 1051 u. 1002 versehen.Mehr als 20 Kadirungen sind aber ohne Datum.

Neue, thoils sehr gute Abdrücke findet man in der sogenanntenLewis oder Woodburu Collection, welche unter folgendem Titel er-schien : A Collection of Original ßStchingi; consisting of 7 original platesby llembrandt. 0 after liembrandt, by Vivares, 25 original plates byClaude (l.orrain) 1000 — —■ 200 Plates. Price Ten Guineas. London,prinled by ./. Kay, Welbeck Street, Cavendish Square 11120, fol. DieseSammlung kannte Robert - Dumesnil nicht, R. Wcigel beschreibt sieaber im Kunstkatalog No. 17,022. Vorhanden sind die Nummern 1 — 5,7 —15, 17, 19 —23, 25, 27, 39, 40. Die beiden Landschaftsstudien,R.-D. No. 40, sind auf zwei Blättern abgedruckt.

Mit der Orthographie des Namens wechselt der Künstler. Erschrieb Gelle, Gille, Giellc, Gellee u. Gillee. Die gewöhn-liche Schreibart Gelee ist demnach unrichtig.

1) [R.-D. 6J Der Tanz der Hirten am Ufer des Wassers. Linkssitzt der Sackpfeifer am Fussc eines Baumes, und in seiner Nähe be-merkt man zwei tanzlustige Paare, im Vorgrunde aber tanzt ein Hirtmit einem jungen Mädchen am Ufer, und scheint den Kreis um dieHecrde zu nehmen. Neben der Mühle am Ende des Baches stehtein runder Thurm. Im ersten Drucke steht links in Mitte der Rand-linie das dritte Zeichen, welches dann weggenommen wurde. Die Ab-drücke zweiter Art sind rechts unten am Rande mit dem viertenZeichen versehen. Exemplare dieser Art findet man nur selten, öfterkommen Abdrücke mit der Nummer 2 vor. Das Blatt gehört nämlichzu einer Folge, welche Robert - Dumesnil No. 5—16 beschreibt.II. 4 Z. 7 L. bis 5 Z. Br. 6 Z. 5 —7 L.

2) [R.-D. 24] Der Tanz der Hirten, unvollendete Wiederholungjener Composition, welche Robert - Dumesnil No. 6 u. 10 beschreibt.Ein mit Blumen bekränzter Hirt tanzt mit der Hirtin, und ein jungesMädchen begleitet den Reigen mit dem Tamburin. Rechts sitzt derSackpfeifer am Baumstamme. Zwei grosse Bäume reichen von demBlätterwerk bis in den oberen Rand, und beschatten die ländlicheGruppe, zu welcher auch noch sechs Zuschauer gehören. Am Stammeeines umgestürzten Baumes stehen die Buchstaben CL. II. 7 Z. 3 L.Br. 9 Z. 6 L.

Die gewöhnlichen Abdrücke haben starke Einfassungslinien. Dieälteren sind selten.

3) [R.-D. 40] Die zwei Landschaftsstndien auf einem Blatte. Jeneszur Linken enthält einen blätterreichen, und einen dürren Baum, dasbreitere rechts den Eingang eines Waldes mit zwei Figuren. Unterder viereckigen Einfassung der zweiten Skizze steht rechts CL.inv.,aber sehr schlecht ausgedrückt.