CL. Nr. 324 — 325. 119
aprir la porla santa. Condittioni per conseguire il Santiss" 10 Giubileo etc.Lucas Ciamb' Vrbinas sculpsü — - 1000. IL 9 Z. 5 L. Br. 6 Z. 10 L.
Eben so schon und seiton ist ein Blatt mit der halben Figur derhl. Catharina. Es ist mit dem Monogramme und der Jahrzahl 1001bezeichnet, 8. Derselben Catcgorie gehört auch das Bildniss des Her-zogs Francesco Maria d'Urbino an, mit der Bezeichnung: Lucas Ciäli sVrbinas, fol. Von grosser Beachtung sind auch die 27 anatomischenTafeln, welche L. Oiambcrlano von 1619 an in gr. fol. gestochen hat.Man schreibt dieses Werk wohl mit Unrecht dem Pictro da Cortona zu,da die Anatomie nicht für Künstler, sondern für Aerzte bestimmt ist.Die Platten wurden erst im 18. Jahrhundert abgedruckt. In der erstenAusgabe, welche 1741 Petrioli In Bom besorgte, enthalten die Tafeln1 —19 neben der Hauptfigur noch mehrere nicht dazu gehörige undaus anderen Werken copirto Nebenfiguren, welche in der zweiten Aus-gabe weggeschliffcn wurden. Letztere erschien mit lateinischem Texteunter dem Titel: Tabulae anatomicae. Homa, ed. Pelraglia 17/10. Vgl.Dr.vli. Choulant, Geschichte der anatomischen Abbildungen S. 84—87.
Auf mehreren Blättern dieses Künstlers findet man das Mono-gramm, thefls mit beigefügter Jahrzahl. Jenes mit 1010 steht aufdem Blatte mit der Erscheinung dos hl. Geistes nach B. Sciaminossiin der Folge der Geheimnisse des Rosenkranzes : (Juindecim mysteriaItosarii Heatae Mariae Virginis. Romao, Jos. de Hubeis 1020. FI. 3 Z.8 L. Br. 5 Z. 8 L.
Das Monogramm des Künstlers findet man auch auf Blättern mitDarstellungen aus dem Leben des hl. Philippus Neri, auf solchen imZeichenbuche des Agostino Oarracci, in jenem des Giacomo Palmau. s.w.
324. Unbekannter Formschneider, welcher um 1621 in Deutsch-et bind arbeitete, vielleicht in Regensburg. Man findet näm-^_*3Ct3i=» lieh einen Holzschnitt, welcher wahrscheinlich ein Bcliefim Dollingcr Haus daselbst in Abbildung gibt. In der oberen Ab-theilung ist Kaiser Heinrich der Vogler zu Pferd vorgestellt, mit einemFalken auf der Faust, und die untere Abtheilung schildert den Kampfdos Hans Dollingcr mit dein Fcldobersten Krako. Am Bogen, unterwelchem der Kaiser erseheint, liest man : Ferlur Kquo Celeri Hie lim-ricus In Ordine Primus: Aucupio Celeber Ncc Minus Imperio. Ueber derVorstellung der beiden Turnierenden: Hanns Dollinger Ralis: MCCCCXXX.Zwischen dem zweiten und dritten Worte dieser Inschrift ist ein Wappen-schild angebracht, über welchem die Buchstaben "']! stehen.
Brulliot I. No. 1361 hält das im Schilde abgebildete Thier füreinen Hahn, es dürfte aber eher ein Strauss oder Kranich seyn. Dar-unter steht: ttarbarus Ilie Solidis Certant Germanus Et Armis \ Germa-nus Vicit liarbarus Occubuit. IL 12 Z. Br. 8 Z. Das Wappen gibtBrulliot in Abbildung, wir halten es aber für kein Künstlcrzeichcn.
325. Unbekannter holländischer Maler, welcher in der zweitenHälfte des 17, Jahrhunderts thätig war. Herr E. Harzen besitzt
<fc ein in der Weise von Israel radirtes Blatt mit dem gegebenes-^ Zeichen. Es stellt eine Landschaft vor, in welcher man einenKsel und eine Windmühle bemerkt, qu. 12. In einem Weigel'schcnAuktions - Cataloge von 1839 finden wir No. 448 ebenfalls eine Maler-radirung des 17. Jahrhunderts mit den verschlungenen Buchstaben CLangegeben. Dieses Blatt enthält eine Landschaft mit Bäumen zurLinken, und gegen die Mitte eine steinerne Windmühle. Auch mitFiguren ist die (legend belebt, qu. fol. Dieses Blatt könnte von dem-selben Meister herrühren.