Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
120
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120 CL. Nr. 326 — 327.

Im Catalog Sternberg II. No. 2042»- beschreibt Frenzel ein schönradirtes Blatt mit drei badenden Männern in felsiger Gegend. Linksunten steht: Caspar Leuka inv. et fec. 8. Es wäre wohl möglich, dasssich dieser unbekannte Meister des gegebenen Monogramms bedienthabe. Caspar Luyken kann unter diesem Leuka wohl nicht gemeint seyn.

326. C. Liefrinck gehört zu denjenigen holländischen MalernQ /tv oder Zeichnern, welche in jedem uns bekannten Wörterbuche

jLi.iiit. fehlen. Mit dem Formschneider Cornelia Liefrinck kann ernicht verwechselt werden, da dieser um 100 Jahre älter seyn dürfte.Unser C. Liefrinck war um 1620 — 1640 thätig, vermuthlich in Amster-dam, da auf zwei radirten Blättern dos Künstlers das Verlagsmonogrammdes Kupferstechers und Kunsthändlers Claas Jansz. de Visscher vor-kommt. Seinen Namen, in Verbindung mit dem zweiten Monogrammeund dem Worte fecit , findet man auf einer grossen in zwei Blätternbestehenden lladirung. Sie stellt einen Zug von Büchsenschützen,Lanzenträgern und anderem Militär mit Bagagewägen vor. Die Uogeiuldurchschneidet ein Fluss, welchen die beigefügte Inschrift WAELF-Lllnennt. Der Strom ist mit Schiffen besetzt, welche ebenfalls näher be-zeichnet werden: De achl Karviel - Schcppen gelyrk fe op jfroom alleavonts Laghcn. Eine rechts sich ausbreitende Stadt hat den NamenThiel. Auch verschiedene andere Ortschaften und Gebäude sind inder Gegend zerstreut. Weiterhin bemerkt man wieder Abtheilungenvon Soldaten, so dass diese Badirung ein reiches Bild in Friesformentwickelt. Links unten ist die Adresse des C. .1. Visscher, gr. qu. fol.Von derselben Hand ist auch ein gut radirtes Blatt, welches linksunten das Monogramm ohne Beifügung des Namens, und in der Mittedas Zeichen des Verlegers C. J. Visscher trägt. Dieses Blatt enthälteine Schlachtsconc in der Nähe eines Herrenhauses mit ausgedehntenGarten anlagen, qu. fol.

327. Gilles oder Gabriel Ladame, Maler und Kupferstecher vonQ Tournay, war um 1645 — 1660 in Paris thätig. Er malte Bild-

xj nisse und historische Darstellungen, und bezeichnete einige der-selben mit dem Monogramme. Sehr schön ist das Familienstück desHamburger Senators und Syndicus Syllem, welches mit dem Mono-gramme und der Jahrzahl 1047 bezeichnet ist. G. Kdelink stach dasPortrait des J. B. de Blye, Supr. Senatus Tornacensis Princ. inful. —Robert - Dumcsnil No. 179, kl. fol. — Auf diesem Blatte nennt sichder Maler kurzin n La dam. Dieser Meister hat aber selbst Portraitegestochen, in welchen er dem Claude Mellan nachahmte, aber nichterreichte. Ein von ihm in der Weise des Sebastian Bourdon compo-nirtes und gestochenes Blatt stellt die hl. Familie in einer Landschaftvor, eine Gruppe von fünf Figuren: G. Ladame inv. et fee., kl. qu. fol.Die meisten eigenhändigen Blatter findet man in folgendem Werke:Lei Triomphes de Louis le Juste XIII du Nom, Kay de France et de iVa-varre. Contenant les plus grandes Adlons ou sa Maieste s'est Irouvee enpersonne, represenlie en l'igures aenigmatiques exposees par «n PoemeUeroique de Charles Beys etc. Avec les l'ortrails des Itois, l'rinces etGenereaux d'Armees — — p ar Henry Kstienne etc. etc. Le tont traduiten Latin par le H. P. Nicolai. Ouvrage entrepris et fing par Jean Valdor,Liegeois, Valcographe du Roy. Le toui par Commandemcnt de leurs Maiestez.3 Parties. Paris, A. Eslienne 1049, gr. fol. Die meisten der vielenKupfer sind von J. Valdor, andere von E. della Bella, G. Ladame u. A.Auf einigen Blättern dieses Künstlers "steht obiges Zeichen, welchesman für C L statt G L nehmen wird. Auf anderen ist das Zeichendeutlich aus GL gebildet.