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2 (1860) CF - GI
Entstehung
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14 CFD —CFI. Nr. 36 — 38.

der Carracci'schen Schule vindiciren wollen, so widersprechen diesesdie früheren Werke des Meisters. Sie sind nach Art jener der Natu-ralisten energisch und bedeutend, und wenn sich Gncrcino mit denEklektikern in Bologna auch befreundet hatte, so war es doch Carra-vaggio, welcher seinem Naturel vor Allem zusagte. Erst in seinermittleren Periode, nachdem er die Werke der römischen und venetia-nischen Schule gesehen hatte, wurde er weicher, bis er zuletzt garin weichliche Mattigkeit verfiel. Immer aber ist ihm eine schöne,blühende Färbung eigen, welche in seiner matten und verschwimmen-den Manier der letzten Periode noch als Kennzeichen seiner früherenKraft hervortritt. Guercino gehört aber zu den grossen italienischenMeistern seiner Zeit. Man trat fast in keine Kirche, welche nichtein Werk seines fruchtbaren Geistes aufzuweisen hatte. Dazu kom-men noch 144 grössere Cabinctsbilder, und eine grosse Anzahl vonhalben Figuren. Die Zeichnungen konnte man gar nicht zählen. VieleGemälde und Zeichnungen sind durch Kupferstiche bekannt. Hierhandelt es sich zunächst um jene des G. B. Pasqualini, eines Zeit-genossen Gucrcino's. Man findet auf diesen Blättern das gegebeneMonogramm, welches mit dem Beisatze: Gio. Francesco Ventensis oderG. F. da Cenio zu lesen ist. Pasqualini wird es wohl auf den Zeich-nungen vorgefunden haben, und somit kann man annehmen, dassGuercino auch verschiedene andere Zeichnungen auf solche Weisesignirt habe. Auf den Radirungen des Meisters findet sich aber keinederartige Bezeichnung. Bartsch P. gr. XVIII. p. 361 beschreibt zweiächte Blätter ; diejenigen, welche ihm ausserdem noch beigelegt werdenwollen, sind zweifelhaft, vielleicht Arbeiten von Schülern, welcheirgend eine Skizze des Meisters benutzten. Seine Schule war starkbesucht. Zu den Hauptmeistern gehören Fulgenzio Mondini, Scba-stiano Bombelli und Giovanni Bonatti.

36. Georg Friedrich Dinglinger, Schmelzmaler, Schüler von-|-t Avcd in Paris, stand in Diensten des sächsischen Hofes, und

-Ji. erwarb sich durch seine Werke grossen Beifall. Er malte Bild-^S»-' nissc und historische Vorstellungen, einige in grossem Formate.Zur Bezeichnung seiner Malereien bediente er sich zuweilen des ge-gebenen Monogramms, welches man eher CFl), als OFÜ lesen dürfte.Es steht auf dem von Bernigeroth gestochenen Bildnisse der Tochterdes Künstlers. Auf einer Tafel unter dem Ovale liest man: Marga-relha \ üinglingerin; \ Hat ihr Vater (kommt das Zeichen mit HUI)in dieser Grösse \ nach dem Leben Ammaliert. II. 4 Z. 2 L. Br. 3 Z. 9 L.Dinglinger starb 1720.

37. Conrad Friedrich Gerlach, Münzmeister in Copenhagen,n v r zeichnete Münzgepräge mit den Initialen des Namens. Er

• ■ stand von 1821 — 1831 in dänischen Diensten.

38. Unbekannter Zeichner oder Kupferstecher. Nach Bartschr p j P. gr. XVIII. p. 134 No. 180 findet man diese Initialen auf

' einem Kupferstiche mit dem Wappen des Cardinais Sforza,angeblich von Agostino Carracci gestochen. Der Name des Letzterensteht nicht auf dem Blatte, und daher werden sich die Buchstabenauf den Zeichner beziehen.

Christ, Monogrammen-Erklärung S. 140, behauptet, dass man dieInitialen CFI. auch auf alten deutschen Kupferstichen finde. Wirkennen kein Blatt dieser Art, wollen aber dem genannten Schrift-steller nicht entgegen treten.