724 N —NA. Nr. 2304-2306.
Dieses mag der Fall seyn, unser Maler nennt sich aber nicht Naewninx,sondern auf dem Titel seiner ersten Folge von Radirungen H. Nejwinx,und auf dem Titel der zweiten Folge H. Naiwjnx. Der VornameHendrik ist nicht ganz sicher. Auf einem Gemälde fanden wir dieBezeichnung H. Nauwinx 16M. In Hamburg lebte ein Landschafts-maler Nauinx, welchen man früher wohl mit Unrecht mit Naiwjncxidentificirte. Immerhin aber bleibt es noch misslich, dass der angeb-liche Vater Naeuwinx, und der Sohn Nejwincz oder Naiwjncz ge-schrieben hat.
Die radirten Blätter dieses Meisters beschreibt Bartsch IV. p. 80in zwei Folgen zu acht Blättern. Das Titelblatt der ersten Folgestellt eine einfache Landschaft vor. In der Mitte vorn stehen zweiBäume auf dem Hügel, und links andere Bäume am Ufer des Flusses.Im ersten Drucke ist die Originalradirung ohne Nummer und ohneAdresse. Links oben steht: H. Nejwincx fec. et inv. Im zweitenDrucke ist die Nummer 1 mit der Adresse des Clement de Jonghebeigefügt, und die dritten Abdrücke stammen aus dem Verlage vonCovens und Mortier. H. 4 Z. 3 L. Br. 4 Z. 9 L.
Dieses Blatt ist in einer Copie mit der obigen Bezeichnung vor-handen, letztere aber so gut behandelt, dass man an eine Wieder-holung von Naiwjncx denken könnte. Man schreibt die Copie einemKupferstecher Neubauer zu, welcher gegen Ende des 18. Jahrhundertsin der Schweiz lebte, aber wahrscheinlich das Blatt nicht copirt hat.In der Copie ist rechts ein dürrer Baum, und in der Mitte des Hinter-grundes eine Hütte beigefügt, ganz im Charakter des Naiwjncx. Linksunten steht N. fec. Diese angebliche Copie von Neubauer ist 6 Z. breit.
2304. Giuseppe Nogari, Historien- und Bildnissmaler, geb. zu^ Venedig 1699, gest. 1763, gehört zu den renommirten• -TCH/n/». Meistern seiner Zeit, und daher behauptet er im Künst-
/ ler-Lexicon die ihm gebührende Stelle. Philipp Andreas
Kilian stach Bildnisse nach ihm. Auf solchen Blättern kommt derCursivbuchstabe vor.
2305. Unbekannter Formschneider aus der Schule des JobstrfTW Amman. Das erste Zeichen (vergrössert No. 2) findet man
^ / vM auf einem verständig und sicher bearbeiteten Holzschnittein Fronsperger's Buch: Von Kr ieyfsr echten Malefitz vnd Schuld-händlen etc. Frankfurt M. D. LXVI. Im Vorgrunde bei dem Zeltedes Feldarztes sitzt ein Verwundeter, dessen Kopfwunde von dem Feld-scheerer gereinigt wird. Ein Offizier zu Pferd und ein anderer zu Fusssehen der Operation zu. Zwischen dieser Gruppe und dem Zelte be-findet sich ein anderer Verwundeter mit verbundenem Kopfe, und imHintergrunde gehen zwei Soldaten mit den Waffen auf einander los-Unten zwischen den Beinen des Arztes ist das Zeichen. Die Dar-stellung ist in einem Ovale von 4 Z. 2 L. Höhe, und 3 Z. 6 L. Breite.Im viereckigen Zierrahmen sind Waffen, paukenschlagende Engelchen,und unten Knaben in antiken Rüstungen. Die Scene kommt aber auchin einem zweiten Passepartout vor. Dieser zeigt oben zwei sitzendeweibliche Figuren mit Schilden, unten links eine männliche, rechtseine weibliche Büste. H. des Ganzen 5 Z. Br. 4 Z. 9 L. Die Zeich-nung zu dieser Darstellung ist von J. Amman.
2306. Unbekannter Maler, welcher um 1630-1670 in den Nieder-i r^ landen gelebt zu haben scheint. Man findet Zeichnungen
J\T ßJ : mit dem Monogramme. Sie stellen niederländische Gegenden/ J mit Bäumen und Viehheerden vor, theils mit Kreide in der
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