722 N. Nr. 2294-2297.
2294. Unbekannter Kupferstecher, welcher in den Niederlanden
M gelebt zu haben scheint. Man findet ein radirtes Blatt nach
J D. Teniers, welches vor der Schenke tanzende Bauern vorstellt.
'°7° Links vorn ist der Sackpfeifer, und am Kruge in der Mitte
unten bemerkt man das Zeichen mit der Jahrzahl. Ersteres soll wohl
nur die Marke des Töpfers andeuten. H. 3 Z. 7 L. Br. 4 Z. 11 L.
2293. Unbekannter Maler, welcher um die Mitte des 18. Jahr-N Pinr 1 hunderts in Paris lebte. In der Europe Illustre sindW» n- I Uildnisso nach ihm gestochen, darunter jenes des MarschaliV+ finx. ) jSTicolaus de Catinat von J. G. Wille, 4. Pinssio stachdas Bildniss des Artus de Coss§, und jenes des Charles II. de Coss6Duc de Brisac. Artus de Cosse starb 1852, und somit hatte derMeister N nur ein altes Bild zum Stiche copirt. Er heisst wahr-scheinlich Nivellon.
In Abbe Vclly's Histoire de France. A Paris 1770, ist dasBildniss dos Marschal Blaiso de Monlus N+ Pinx. bezeichnet.
Auch Marcenay de Ghuy hat Bildnisse nach diesem N. radirt, jenedes Königs Charles VII., des Chevalier Bayard und der Joanne d'Arc.
2296. Nioul, Formschneider in Paris, schnitt viele Vignetten für»r Druckwerke. Man findet deren in Pelisson's Letlres historiques.
Paris 1729, in Charlcroix's Journal devoyaqe — dans VAme-rique seplentrionale. Paris 1744, in Mabillon's De Liturgia galli-cana libri III. Paris 1729, in der Histoire et description de Genesde la nouvelle France. Paris 17W, u. s. w.
2297. Jean Pierre Norblin de la Gourdaine, Maler und Radircr,M ,-r </ c AP-iWt, \Ü 8 eb - zu Misy-faut-Yonne (Hasse-Bourgognc)/V-/7öii-,^V. I//0-W- 1745, gest . zu p ar js 1830, hinterlicss eine
a/27 „n u) q\f A/f bedeutende Anzahl von Kadirungen in der^V^'77^ W; OV,c/VJ Wclse Rembrandt's, und theils nach diesem.Es existirt ein Catalog derselben: Calalogue des Estampes qui com-posenl l'oeuvre de J. P. Norblin par Fr. II. (Friedrich Ilillcmarher,Maler). Paris 1048. Es sind 93 Kadirungen beschrieben, welche aufchinesischem und ordinärem Papier vorkommen. Der König StanislausAugust von Polen ernannte ihn zum adelichen Hofmaler, und daherverlebte der Künstler mehrere Jahre in Warschau, worauf sich derBuchstabe W bezieht. Er fand auch im polnischen Künstlcr-Lexiconvon Baron Eduard Rastawiecki eine Stelle: Slownik Malarzöw pols-kich — II. p. 62. Diesem Werke ist das von J. P. Piwarski litho-grapbirte Bildniss des Künstlers beigefügt.
Die Kadirungen dieses Meisters kommen in verschiedenen Ab-drücken vor, theils in Aetzdruck vor dem Namen und der Jabrzahl,theils mit Uoberarbeitung durch die Sebneidnadol mit Namen undJeDf"zahl. Zu diesen Exemplaren ist meist Seidenpapier verwendet. Siestammen aus dem Nachlasse des Künstlers, da er die Blätter nichtin den Handel brachte. Erst nach seinem 1830 erfolgten Tod«! wurde»die Platten in dem vorgefundenen vollendeten Stande auf weisses Pap""'abgedruckt. Nur eine geringe Anzahl ist auf chinesisches Papier vor-handen. Norblin fügte öfter den Namen bei, als die Initialen, es findensich aber auch mehrere Kadirungen mit letzteren.
Das letzte Blatt des Künstlers stellt Johannes den Täufer vor,wio er in der Wüsto dem Volke predigt, oinc Compositum von mehrals .'!() Figuren. Es sind nur Aetzdrücke vorhanden mit dor Schrift:Rembrandt fc. 1668. F. Hillemacher gibt wohl irrig N. f. 1808 an.