Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
701
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M W. Nr. 2239-2242. 70i

2239. Michael Winter, Historienmaler, arbeitete zu Anfang desJ\yr ]VT 16- Jahrhunderts in München, und wurde 1K18 von demv</*/'\^ Abt Maurus nach Tegernsee berufen, um für das dortigeKloster Arbeiten zu übernehmen. Oelbilder können wir unter M W nurmuthmasslich als seine Werke bezeichnen, im k. Handzeichnungs-Cabinetzu München sind aber Miniaturen auf Goldgrund mit dem Monogramme.Die eine stellt Christus am Kreuze zwischen den Schachern, und untendie heiligen Personen vor. Es offenbart sich darin ein Nachahmer desMichael Wohlgemuth, und Winter scheint aus der Schule desselbenhervorgegangen zu seyn. Die Zeichnung deutet auf die Zeit um 1490,so dass der Künstler 1S18 bereits in vorgerücktem Alter stand. Einezweite colorirtc Zeichnung mit Monogramm stellt einen vor dem Altarebetenden Mann vor.

Ein ähnliches Zeichen findet man auch auf einem Kupferstichea "s dem Anfang des 16. Jahrhunderts. Dieses Blatt stellt Christusam Kreuze zwischen Maria und Johannes vor. Erstere steht linksniit auf der Brust gekreuzten Händen, und Johannes erhebt gegenüberdie linke Hand. Die Stadt Jerusalem nimmt die Breite des Hinter-grundes ein. Rechts unten ist das Zeichen. IL 4 Z. 11 L. Br. 3 Z. 6 L.

Der Verfertiger dieses Blattes gehört der oberdeutschen Schule an,e s fragt sich aber, ob es von M. Winter herrührt.

6ö40. Wilhelm Müller, Landschaftsmaler, machte seine Studienin München, und trat daselbst um 18!>6 als Künstler auf.*) ^ Einige seiner Bilder sind mit dem Monogramme bezeichnet,in der gegebenen Weise eine landschaftliche Partie am«undelsee im Salzkammergute.

*241. Unbekannter Kupferstecher, welcher im 17. Jahrhundert

A\ thätig war, und den J. Callot zum Vorbilde nahm. Er hinter-

, liess eine Folge von Blättern mit Genrebildern, deren Bestand-

neii 0 wir nicht alle kennen. Sie enthält wenigstens vier nummerirte

i) Marktscene mit einem Scheerenschleifer, welchen mehrere Fi-guren umringen. Ein Mann auf dem Maultbiere reicht ihm ein Schneid-"strument dar. Links zieht ein Mann auf dem Manlthierc ab, und imordergrunde sitzt ein anderer auf dem Sack mit einem Korbe vor sich.V as Monogramm ist rechts vorn neben dem Manne im Mantel. H. 2 Z.*/• L. Br. 3 Z. 2 L.

2) Ein von Männern und Weibern umgebener Charlatan, im Be-5 n "0, den Zahn auszuziehen. Links unten das Zeichen. No. 3. H. 2 Z.* L - Br. 3 Z. 3 L.

in R ^' nc Marlc tscene niit Männern und Weibern, welche die WaarenKorbe packen. Links beladen zwei Männer den Esel, und am Fusseue 9 Baumes ist das Zeichen. No. 4. H. 2 Z. 2 L. Br. 3 Z. 3 L.

"«2. Michael Welter, Decorationsmaler in Cöln, machte seine/vC'\ ^ tu d'0« in Paris und Berlin. und erhob sich weit Über dieRV Arbeiter seines Faches. Im Künstler-Lcxicon haben wir litho-ein i - e ^' atter nac h seinen Zeichnungen aufgezählt, es ist aber nurCor mit i l ' Cm Moiiopiimm versehen, nämlich das Titelblatt zu: CöMs

Wurst* • ""'*• er war > "* und sein *" C '' ,H ,0 *°t 8 - 1)cr Ilans 'R ] a Sltzt rait der Lcyer auf einem Polster neben dem grossen Römer-

sa!i e, und b der Ferne zeigt sich die Stadt Cöln.