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4 (1871) IMM - SH
Entstehung
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700
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700 MW. Nr. 2235-2238.

diesem Monogramme, welche einen Meister der damaligen MünchnerSchule verrathcn. Sie bestehen in religiösen Darstellungen, welcheauf Naturpapier mit der Feder umrissen und mit Weiss gehöht sind.Mielich starb gegen 1580.

2235. Unbekannter Maler, welcher in der zweiten Hälfte desT A A T 15. Jahrhunderts in Bayern thätig war. Der k. Kreis-Bau-XXX Inspektor L. Schmidtner in Landshut besitzt vier Hügel

-^ V Vi., eines gothischen Altares, welche die Gefangennehmung Christi,dessen Geigslang, die Verspottung, und die Beraubung der Kleider vor-stellen, alle Bilder auf Kreidegrund gemalt. Letzterer ist nicht vergoldet,nur die Scheine sind in Gold aufgetragen. Diese vier Flügel schliesseneinen Kasten mit einem schönen Schnitzwerk. Der Altar war in einerniederbayerischen Kirche. An Michael Wohlgemuth ist nicht zu denken.

2236. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der ersten Hälfte\\\7~ des iO. Jahrhunderts thätig war. Man findet ein Blatt mit

yWv der sitzenden hl. Jungfrau, welche die Hände über die Brustkreuzt, und das auf ihrem Schoos.se liegende Kind betrachtet. Linkssteht der kleine Johannes, und oben schweben drei Engel auf Wolken.Im Rande stehen zwei Disticha: Die age, quid possit generosius esseLeone etc. In der Mitte sind zwei verbundene Wappenschilde, daseine mit drei aufsteigenden Löwen. Unter den Wappen bemerkt mandas Monogramm. II. 5 Z. 4 L. Br. 4 Z. 4 L.

Heinecke (Neue Nachrichten &c. S. 389) schreibt dieses Blatt einemMeister des 15. Jahrhunderts zu, es ist aber nicht vor 1530 zu setzen.Der Künstler bediente sich der Radirnadel, und überging dann diePlatte mit dem Grabstichel. Bartsch VI., Vorrede S. 8, zieht dieKennerschaft des Hrn. v. Heinecke sehr in Zweifel, und stellt das Blattzurück. Malpe schreibt dieses Blatt dem Martin Weichmann zu, aberunter einem anderen Monogramme. Christ deutet das Monogramm aufM. Weichmann, und Malpe schrieb ihm nach. Letzterer erwähnt dasBlatt unter dem Monogramm No. 2243, ist aber damit im Irrthum.Wenn noch ein Blatt dem M. Weichmann, oder unserm Monogram-misten zuzuschreiben ist, so ist es jenes mit dem Besuche der hl. Jung-frau bei Elisabeth, 12.

2237. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälftedes 16. Jahrhunderts thätig war, und der deutschon Schuleangehört. Das Zeichen findet man auf einem Blatte, welches

das Gleichniss von den Arbeitern im Weinberge vorstellt. Links amSteine ist das Monogramm, qu. 8. Christ gibt ein ähnliches Zeichen,und hat es auf kleinen Kupferstichen gefunden, die er des Alters wegendem M. Wohlgemuth zuschreiben möchte, wenn er mehr Grund dazuhätte. So bemerkt dieser Schriftsteller. Eines der Blätter wird wohldas beschriebene seyn.

2238. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälftefww> des Iß. Jahrhunderts thätig war, und vielleicht mit einem derNWvy obigen Zeichner Eine Person ist. Man findet das ZeichenW-^-J auf einer gegenseitigen Copie des Blattes von Albrecht Dürer,welches Bartsch No. 8ß unter dem Titel der Drei Bauern beschreibt. Siestehen beisammen, jener mit dem Schwerte rechts. II. 4 Z. 3 L. Br. 3 Z.

Früher wollte man das Monogramm auf Michael Wohlgemuth deuten.Heller glaubt, es handle sich um eine Copie von Prestel, für diesouist aber das Blatt zu alt. Man findet Abdrücke mit der No. 2 obenrechts, aber im zweiten Drucke. Auch Exemplare ohne Monogrammkommen vor.

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