Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
611
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MK —ML. Nr. 1962-190:;. 611

1962. Martin Kletzel, Zeichner, gehört zu denjenigen Künstlern,JM t- ■ -> deren Andenken kein Künstler-Lexicon erhalten hat,

■ A. ■'in,. d . W as indessen nicht sehr zu bedauern ist. Moriz Hodenehrstach nach seinen Zeichnungen eine Folge von ungefähr sechs Wintern™>t theatralischen Darstellungen. Auf einem Blatte stehen die Buch-staben M.K., auf anderen Stichen der Name.

1963. Melchior Küsell, Zeichner und Kupferstecher, welcher•A.-JC.f l ,i8:< in Augsburg starb, kommt oben No. 1955 vor, und

•'' hier machen wir nur auf die vielen Blätter nach C. Scretaln folgendem Werke von Thanner aufmerksam : Socielas Jesu usque«o Sanguinis et Vilae Profusionem Militans. Pragae 1G75, fol.u '0 Blatter stellen Marterscenen vor.

1964. Johann Heinrich Menken, Laiulschafts- und Thiermaler,/~\ AAl/~ U1/ 8 eD ' zu Bremen 1764, gest. I8:t7, gehört zu( yfl n/y) AnK 'l en geistreichen Kilnstlern seiner Zeit. Er17.. \ ,w,t/ -/ yyui/n ' malte Landschaften in der "Weise der älterenholländischen Meister, in welchen aber der Schüler von Klcngcl nichtzu verkennen ist. Die Staffage ist immer bezeichnend und lebendigai, fgefasst, sei es, dass er Figuren oder Tbiere anbrachte. Dann wählte!r auch Stoffe aus früheren und neueren Dichtern, welche er in Zeich-nungen bearbeitete. Auf Gemälden und Zeichnungen kommt zuweilen

e Abbreviatur des Namens vor. Man findet sie aber auch auf leicht" n d geistreich radirten Blättern verschiedenen Formats. Sie bildenfolgen im ersten Drucke. Später wurde eine Sammlung von 'i\ lllät-fi ü • m ' t ^ an( ^ scn aftcn und Viehstücken veranstaltet, unter dem Titel:Kadirte Blätter von J. H. Menken, qu. fol. und kleineres Format.H ? 'u kommen n< >ch zwei Werke mit radirten Blättern : Hennink der"'lim, pon F. H. Sperre, Bremen iOl'i, 8., und 25 Blätter Fabelnuer Thiore zu einem A-B-C-Buche, kl. qu. 4. Zu unterscheiden ist«ottfried Menken, der Sohn unsers Meisters. Kr malle ebenfalls Land-schaften mit Thieren, Pferdestücke und Genrebilder, welche fieissigerollendet sind, als jene des Vaters. Auch einige radirte Blätter undLithographien kommen von ihm vor. Zuweilen fügte er ebenfalls dieAbbreviatur des Namens bei.

1965. Melchior Lorch oder Lorioh, Maler und Kupferstecher,

.j r geb. zu Flensburg 1527, gebort zu den

3»T -y -y | ri originellsten Künstlern Beiner Zeit. Er

/\A /^T I\y4| fv I entwickelt in seinen Federzeichnungen

ls> / *■ -*-/ -*- -"- eine geistreiche Leichtigkeit, hinterlinss

^"Vp/T , _ auch lebhaft eolorirte Miniaturen, wor-

vl 0 lv/T V/T AMT unter türkische Costüme reich mit Gold

'• v -l^ / lVlv / ^VJ V/ lVlr' gehöht sind. In der Bettendorffsehen

™! m mlung ist ein Bild der hl. Familie In einem italienisirenden Style

« dem Monogramme und 1552 versehen. Lorch unternahm auch

n clc %isen in Deutschland. Auf dem Reichstage in Augsburg er-

'intc ih n der Pfalzgraf Otto zum Hofmaler. Auch in Wien war der

der R S( ' infi Anwesenheit in Nürnberg ist ebenfalls constatirt. In

als' 1 ,f (,r,1,)0r K'sch(>n Sammlung war eine Zeichnung, welche den Neid

ist ÜSt ° mit (lem brachen dahinter vorstellt. Das Monogramm MLF

if»/ V i° n (lor Jnhrzahl 1550 begleitet, und oben im Grund« stellt:

Kit, ti° r Lorch zu Nürnberg. II. 11 Z. 5 L. Br. 7 Z. (i L. D«r

fend 8 Wilr a, "' n in Vcronn » Bologna, Florenz und Rom. In Italien

stanf Gr 0e,e ß c nhcit, mit der kaiserlichen Gesandtschaft nach Con-

»mopel zu kommen, wo er von 1557—1559 verweilt haben soll,

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