Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
610
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610 MK. ..Nr. 19S8-1961.

gleicher Höhe ein Schild mit dem kaiserlichen Adler, und um diebeiden Säulen zu den Seiten schlingt sich eine Rolle mit dem Mottodes Kaisers Carl: PLVS OVTER. Oberhalb der Titelschrift ist dieGeburt Christi zwischen Petrus und Paulus, und unter derselben dieHinweisung aus dem alten Testament auf das nouo durch den altenund neuen Adam, und die Schlange auf dem Kreuze.

1958. Marx Knechtelmann soll nach Weyermann (Kunstblatt 1830

M K MK ^°' 6,i "' S ' a<i0 ) G em *lde MK gezeichnet haben. Nach' " der Angabe dieses Schriftstellers hatte Knechtelmann

1440 in Nördlingon das Bürgerrecht erhalten, Weyermann sagt abernicht, wo ein Gemälde ist, welches diesem Meister zugeschrieben wer-den kann. Wenn sich indessen wirklich ein Gemälde mit MK findet,so fragt es sich, ob es von Knechtclmann herrühre. Gibt sich darindie Schule des Lukas Cranach kund, so kann man an Martin oderMathias Krodel denken, über welche Ch. Schuchardt (L. Cranach derAcltcre I. S. 24!>) handelt. Auch der folgende Meister, Michael Kirmcr,konnte M. K. gezeichnet haben. Findet man Zeichnungen mit diesenInitialen, so werden sie entweder für letzteren Meister, oder für MathiasKager sprechen. Letzterer bediente sich der Buchstaben M K, wirkennen aber die Form derselben nicht. In Wcigel's Achrcnlese aufdem Felde der Kunst, Fortsetzung 1845 S. 11, ist eine mit M. K. iß.Wversehene Tnschzcicbnung von M. Kager angegeben. Pestkranke Todtcwerden von Männern durch ein Thor in ein festes Gebäude gebracht,und rechts in einen unterirdischen Raum geführt. Links stehen zweiOrientalen, ein Knabe mit der Fackel und eine Gruppe von Weibern-

1959. Michael Kirchmeyer, oder richtiger Michael Kirmer, ist•M-K" °' )en llnter ^ em Monogramm MK No. 1!>4!> eingeführt, und

wir verweisen auf jenen Artikel. Das radirte Blatt mit die-sen Initialen stellt die Lukretia in einem verzierten Cartouche vor,und es ist No. 6 beschrieben.

1960. Unbekannter Zeichner, welcher in der ersten Hälfte desMW / / ^' J a ' lr hunderts in England gelebt hat. Man findet einM. ri.. (lei. g rosses Bjldniss mit der Schrift: Seren, acpotent. PrincepsOlitarus Cromwell, Reip. Angl. etc. Prolector. Cromwell ist zu Pferddargestellt, und neben ihm der Helmträger. Unten steht: M. K. deLC. V. M. B. sc. Londini, s. gr. fol. Diess ist eigentlich das BildnlWdes Königs Carl I. und seines Stallmeisters Hamilton. Der Kopf desKönigs wurde ausgeschliffen, und dafür jener Cromwell's eingestochen.

1961. Medailleure und Münzmeisler, welche M. K. zeichneten,

Mv iwir nennt Schlickeyscn, und wir haben nur zwei Artikel.IV., MK.. ncizufugen .

Martin Knne, Münzmeister in Eisleben 1K60—l!i73.

Max Kienlen, Münzmeister in Ulm 163«—1688.

Melchert Kruse, Wardein in Riga 1663 ff.

Unbekannter Medailleur. Von ihm ist die grosse Medaille mitdem Bildnisse Peters I. von Russland, und einer Seeschlacht auf demRevers 1720.

Martin Krafft, Stcmpclschncider, arbeitete 1769 in Wien, dannin Mailand, später in München, und starb da 1781.

F. MK.

Michael Kleiner, Münzmeistcr in Kolpin 1808—1811.

Franz Matzenkopf, Stempclschneider in Salzburg, s. F. M- u n( *