S92 MH. Nr. 1883-1887.
grossen Bedeutung, und onthnlten meist Bildnisse von Nürnbergern.Er radirte auch sein eigenes Bildniss: Nalus Noriberg 1031. StephanStrauch hat 1075 ebenfalls Mühl's Bildniss geätzt.
1883. Unbekannter Formschneider, welcher um 1548 in Strass-. A/\ . LJ b ,lr K ttiätig war. Er hinterliess eine Abbildung des Thur-1/ Y'Jn.' mes der Cathedrale in Strasshurg, nach der Zeichnung
g~» > des Conrad Morant von demselben Jahre. Der Holzschnitt
ist nicht von Bedeutung, und auch die Zeichnung scheint nur mittel-mässig gewesen zu seyn. Morant nennt sich Bürger von Strasshurg.Rechts unten ist da3 Zeichen des Formschneiders. H. 21 Z. 6 L.Br. 7 Z. 0 L.
1884. Martin Heemskerk, mit seinem Familiennamen vanVeen,tt tt ist oben unter einem aus M H bestehenden Mono-
*_[ L -LJ. * gramme No. 1802 eingeführt, und wir hemerken da-i . her nur, dass die gegebenen Iiuclistalicn auf Kupfer-
p/fl U Stichen nach Zeichnungen dieses Meisters vorkommen,
II IIII II ° welche grösstenteils von Dirk van Cuerenhert und
Philipp Galle herrühren. Das Werk dieses Meisters ist zahlreich, undbesteht meist in Folgen mit Darstellungen aus dem alten und neuenTestamente. Darunter nennen wir eine Folge von 1(! Blattern mit derLeidensgeschichte des Herrn, welche mit dem Einzugc in Jerusalembeginnen , und mit den Jüngern in Emaus schliesscn. Die Composi-tionen sind reich, mit breiter, zuweilen auch zarter Nadel radirt. DerMeister zeichnete M. Heemskerk, Hemskerk, Heemkerk und M H. DerNanu; des Kupferstechers kommt nicht vor, und daher wird die Folgeauch dem Heemskerk selbst zugeschrieben. Mehr Recht darauf hatD. van Cuerenhert. H. 9 Z. 2 L. Br. 7 Z. 2 L. Man findet auchHolzschnitte mit MH.
1885. Johann Meno Haas, Miniaturmaler und Kupferstecher,H H A/ tr S 0 '"' ZL1 ^ 0 P°nhagen den 30. Mai 17i>2, gest. zu Berlinrl • H y/7-//• ( | fin IQ. Oktober 1838, hinterliess schätzbare Blätter, unddnrunter solche im grossen Formate, auf welchen aher der Name vor-kommt. Nach W. Kolhe radirte er zwei Blätter, wovon das eine einenHirten bei der Kuh, das andere einen auf der Kuh reitenden Hirtenvorstellt, beide M. H. gezeichnet, qn. 8. Auch in folgendem Werkesind Blätter mit M.H.: Verzierungen aus dem AUerthum, bearbeitetund herausgegeben von F. Bussler —. Berlin, 4.
1886. Unbekannter Gravenr, welcher in der ersten Hälfte des■vj ii i 16. Jahrhunderts treffliche Modelle zum Einpressen für
4-M IT I Buchbinder schnitt. In der Bibliothek der Universität+ M + 11 J Erlangen ist ein Lederband mit der Meissnischen Chronikvon 1*39, Eine Filette mit MH stellt die Judith vor. Die Mctall-stöcko wurden lange gebraucht. Auf Einbänden von 1S7U und tl>23sind Filetten mit der Lucretia, Justitia und Judith. Der Graveurscheint in Wittenberg gelebt zu haben.
1887. Michael Herr von Menzingen ist oben No 187« einge-M II /C2'> führt, und wir verweisen auf jenen Artikel. Wir kennen
' ein reiches Jagdgemälde, in welchem am Ilalsbandceines Hundes die Initialen mit der Jahrzahl stehen. Das Bild ist wahr-scheinlich von M. Herr. Es malte indessen auch ein Michael IlertJagdbilder, er war aber schon um 1580 thätig. Dieser M. Hert lebtein Schwaben, M. Herr starb aber 1001 in Nürnberg.