Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
591
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MH. Nr. 1877-1882. 591

. Ein anderes mit dem ersten Monogramme versehenes radirtes Blattzeigt den auf dem Boden ausgestreckten Leichnam des Herrn von einem^»gel beweint. H. I Z. 7 L. Br. 3 Z. 10 L.

18/7. Michael Herr, der vorhergehende Meister soll nach Christya.tn.. durch dieses Zeichen seinen Namen angedeutet haben. Der ge-M ' nannte Schriftsteller spricht von Merian'schcn Blatten) mit demMonogramme. Wir kennen ein solches in Gottfried'» historischer Chro-nica 1 (574, fol. Das Blatt mit dem Monogramme stellt den Zeleucus0r , wie er sich zur Sühne des von seinem Sohne begangenen Frevelsin Ange ausstechen lässt. M. Herr starb zu Nürnberg 10(11, und erKa "n daher für die Chronik von 1074 nicht mehr gearbeitet haben.

loio. Unhekannter Kunstliehhaber, welcher in den Nieder-er n (f landen lebte. Man findet einige Radiningen von seiner/bo Hand, darunter ein Blatt, welches die Ruine einer Kirchem it viereckigem Thurm, und Bauernwohnungen vorstellt. Im V or-gelnde steht ein Mann mit einem Mädchen, welcher auf die Brand-statte aufmerksam macht, kl. qu. fol.

IÖ79. Mathias Heim. Landschaftsmaler, geb. zu München 1782,

A/tT hinterliess hübsche Bilder in der Weise des M. J. Wagen-

■L XJL bauer und Dom. Qunglio. Man findet darauf das Monogramm

■fß o / nHt wechselnder Jahrzabl. Keim zählte nur zu den Dilct-

7 * Z 4 tanten.

löoO. Martin Krodel, Maler von Schneeberg, war Schüler von/V/1 Lucas Cranach, wie wir aus Melzer's ,,Schneeberg-

_/ I) \ I ^Q \ ischen Chronik" ersehen. Auf S. 78 ist gesagt,. I L^ ** \J" dass über dem grossen Altarbilde der Stadtkirche

eine deutsche Inschrift sich befinde, desselben Inhalts, wie die da-

nnter befindliche lateinische, von Martin Krodel gemalt, welcher ,,Lucä

'onach's Discipnl 1, gewesen. In der genannten Kirche ist noch eine

™»he von 14 Bildern, Christus, Jobannes der Täufer und die zwölfpostel in ganzen lebeusgrossen Figuren, und über den Pfeilern der

«Oporen aufgehangen. Einige Figuren haben etw;is Grandioses, undrinnern an Dürer's Apostel, andere sind in den Köpfen sehr gemein,»U von kurzen Proportionen. Das Gemälde mit St. Petrus trägt das.«nograinin, a "l jenem des Täufers Johannes liest man die Jahrzahl' iHl - Nach der Angabe in der Chronik wurden diese Bilder um l!>70°n M Krodel gemalt. Das obige Zeichen ist einem Gemälde mit»'Higo.,1 entnommen, welches vor etlichen Jahren zu Bamberg Im Privat-

J^ 11 * War. Es ist .jenem auf dem Bilde mit St. Peter ähnlich, welches. a "gen, Kunstwerke und Künstler in Deutschland J. S. 59, nur kleiner

s ev Von M - Krodel könnten auch noch einige der geringeren BilderVn > welche unter dem Namen des Lucas Cranach gehen.

1881. Reinhold Mtthl, Goldschmied und Radirer, welcher 1034

JH. ™ SO. Jahre zu Nücnberg starb, dürfte durch dieses Zeichen

& seinen Namen angedeutet haben. Man findet es auf dem ge-

nngeri Bildnisse des Melchior Krapff, Salzhändler in I\'(ürnbery). Ao.

luCXXVIl. Aet. suae 30, 12 Vgl. den folgenden Artikel.

U»o2. Johann Reinhold Mtthl, Kupferstecher, geh. zu Nürnberg

1 -f 1631, war vermuthlich der Sohn des Reinhold Mühl aus

nv i Tri' Ditmar, welcher 1034 in Nürnberg als Goldschmied starb,

yfx.jf l,l, d auch etliche Blätter radirt und gestochen hat. Auf

Zo' \ ' t,(n Kupfersticbw des .jüngeren Mühl kommen die gegebenen

ichen vor, fast immer in derselben Form, sie siud aber von keiner