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890 MH. Nr. 1873-i876.
1873. Unbekannter Miniaturmaler, welcher in der ersten Hälfte
mdes 1». Jahrhunderts tliätig war. In der Sammlung desFürsten von Wallerstein in Maihingen ist eine Rand-'/ *r Zeichnung in Aquarell aus einem Codex auf Pergament.Die Verzierung besteht in Laubwerk, auf dessen (innerster Ranke einAffe sitzt, von welchem aus eine Kette mit der Kugel herabreicht.Innerhalb eines Laubgewindes ist das erste Zeichen.
Der Träger des zweiten Monogramms ist ein Formschneider oderZeichner. In der Dilherr'schen Bibel) welche 1670 bei Endter inNürnberg erschien, ist ein Holzschnitt von oder nach ihm.
1874. Unbekannter Maler, welcher um 1680 in den Niederlanden~\X l i \ gelebt zu haben scheint. Man findet Zeichnungen mit1 l~~l r pxaA/ militärischen Darstellungen, welche mit der Feder um-rissen und ausgetnscht sind. Wir nehmen an, dass diese Zeichnungenvon einem Maler herrühren, indem sie geistreich behandelt sind.
1875. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten HälfteA/j_i des l(». Jahrhunderts thätig war. Das Watt mit diesem Zeichen
JFl stellt die Danaß im goldenen Regen nach Tizian vor. Sie sitztrechts auf dem Bette, und links steht ein altes Weib, welches mit derSchüssel den Goldregen auffängt. Oben reicht aus Wolken die spendendeHand. Das Monogramm bemerkt man auf einem Goldstücke in derFalte des Vorhanges. H 9 Z. 4 L. Hr. II Z 4 L. Dieses Blattwollte man dem Melchior Meier zuschreiben, letzterer bediente sichaber eines aus MM bestehenden Zeichens. Das Blatt ist auch in eineranderen Weise behandelt.
1876. Michael Herr oder Heer, Zeichner und Maler, geb. zu
m/[/j~. Menzingen in Württemberg 1591, lebte die längste Zeit/ ' J-L i n Nürnberg, und malte meist Portraitc. A. P. Multz/j arbeitete jenes des Thomas Tücher in Schabmanier aus.flj-f ^h Oben rechts ist das erste Zeichen, 8. Ein anderes' \o Schwarzkunsthlatt mit dem Bildnisse des NürnbergerRathsherrn Wolf Christoph Schannann ist bezeichnet: M Heer pinx.1055. G. Venizer sc. KiOli, fol. Auf gestochenen Bildnissen vonM. Hafner und J F. Fleischherger kommt das dritte Monogramm mitpinx. vor. Man findet auch Zeichnungen mit dem Monogramme, meistbiblische Vorstellungen. Sie sind theils mit der Feder umrissen undleicht in Wasserfarben ausgemalt, theils getuscht, und stellenweise mitFarben übergangen. Diese Compositionen beurkunden einen sehr fer-tigen Künstler. Das zweite Monogramm findet man auf Kupferstichenfolgenden Werkes: Geistliche Analomia eines waren Christi. Nürn-berg Ifi.'iO. Die Blätter sind von Georg Kölcr gestochen. Auf demTitelblatte ist die Beschneidung Christi vorgestellt. Dann zeichneteHerr auch die Embleme folgenden Werkes: Sacra Emblemata. Dasist Sechs vnd sibentzig geistliche Figurlein —. Intenlirl vnd ge-prediget durch Johann Mannich. Nürnberg I(i2 f t, 4. Auf einemder von P. [sselburg gestochenen Blatter kommt das vierte Zeichenvor. Kleiner als das erste Zeichen und etwas schief gestellt ist dasMonogramm eines Kupferstiches in Ph. Kegel*! Zwölff GeistlichenAndachten. Nürnberg ttthf, 8. Man sieht durch die geöffnete Thüreeinen im Gemache kuieenden Beter. Lukas Schnitzer hat das Blattgestochen.
Kin wahrscheinlich von M. Herr selbst radirtes Blatt stellt inmerkwürdiger Coniposition das Fest der Hexen auf dem Blocksbergevor. Uuten stehen deutsche Verse von J. Klaj, qu. fol.