540 MD. Nr. i73C 1730.
mit seinen blauen Tönen in schöner Harmonie stellt. Diese beidenFarben und die braunen Töne, welche das Lebhafte der Carnationmildern, verleihen seinen Gemälden den Charakter de« Kmst.es, wel-cher ihn den Werken seiner Zeitgenossen gegenüber kennzeichnet. Dochsind auch seine (Irisaillcn von jenen des Jean I'enicaud III. und desL. Limosin verschieden. Sie sind von angenehmerer Wirkung. DieFiguren halten einen rosigen Ton auf dein grünlichen Grunde. DieHarte der Schrafflrungen ist durchaus vermieden.
Doch hatte Didier auch eine industrielle Ader. Einigen seinerWerke sieht man die Eile an. Auch Copfon nahm er von beliebtenBildern, Von eigentlichen Fnbrikwaaren ist indessen nicht die Rede,dl leibst seine geringeren Werke das Gepräge eines geistreichen undfertigen Künstlers tragen. Kino gute Anzahl von Emaillen ist ohneBezeichnung, man erkennt sie aber in der eigentümlichen Behandlungund Stylweise des Meisters. Kin iiiibczeichnct.es grosses Tryptichonkaufte M. Soumosson aus dem Cabinet des M. Didier l'etit in Lyonum 2310 Frs., und es gehört nicht zu den vorzüglichsten Arbeitendes Künstlers, .letzt findet man es im Cabinet des M. Louis Fould.Vgl. auch MDI'I'.
1736. Unbekannter Medailleur, welcher im 17 Jahrhundert für
Ml) 1P'P) ''''" s;i(: l |s ' s( ''" ! " Dof arbeitete. Die Initialen Ml) HiMm u id.jj. f j 1H i (>t nian ,,„(' e j ner M C (i a in e m jt dem Bildnisse des
Herzogs Bernhard des Grossen von Weimar. Die Buchstaben stehenam TischfuSS«, und beziehen sieh wohl auf den Künstler. Tcntzelgibt die Medaille Tab. 40 No. 'I in Abbildung.
1737. Matthäus Donner, Bildhauer und Medailleur, geb. zn Es-M I) M 1) 1 " n ? ' m Marchfelde um 1007, machte seine Studien■•/ ,.. '., " ! in Wien, und wurde nach dem 1741 erfolgten Tode
J S ei n es Bruders Georg Raphael Donner kaiserlicherMünz-Eisenschneider, war aber zugleich auch Professor an der Aka-demie. Er starb den '>(!. August I7ü<>. Donner fertigte mehrere Me-daillen, welche aber von geringerem Wertbo sind, als jene seinesBruders. Auf einigen kommen die Initialen vor, auf anderen sindbeide Buchstaben verbunden. Er modellirte die Büste des KaisersCarl VT., und schnitt dieselbe 1787 auch in Stahl. Mit M. D. ge-zeichnet ist die Medaille auf die Vermählung der Kaiserin MariaTheresia mit Franz III. von Lothringen 1730. Beide Brustbilder sindneben einander gestellt. Auf dem Revers legt, eine allegorische Figureinen Kranz auf zwei brennende Herzen auf dem Altare. Die Me-daille auf den Prinzen Emmerich Esterhazy von 1738 trägt ebenfallsdie Initialen. Für die Medaille mit dem Bildnisse der Kaiserin MariaTheresia von 1784 schnitt Donner nur den Revers mit dem Geniusin Strahlen. Das Portrait ist von Toda. Sein letztes Werk ist dieM. I). gezeichnete Medaille auf den Bau der Universität 17U6. Aufder Vorderseite sind die Bildnisse des Kaisers und der Kaiserin, undauf der Rückseite die Ansieht des Gebäude«.
1738. M. Daudet, Kupferstecher in Paris um 1707, soll durchM D*** '!''' so Initialen seinen Namen angedeutet haben. Man
findet sie auf einem landschaftlichen Blatte nach JosephVernet anter dem Titel: Les Picheurs cortet, i7<n, qu. fol.
1739. Unbekannter Zeichner, welcher um 1070 in AugsburgII). I). gelebt hat, Man findet, ein allegorisches Blatt von M. Küsell,
welches die auf einer Wolke schwebende Weisheit mit Blumen-Ueiin. un d Sterncnkrone vorstellt. Zu ihren Füssen liegen Kronen,