Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
523
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M B P - M B I. Nr. 1678-1681. S23

Eschenfclden in einer architektonischen Verzierung mit allegorischenFiguren und Genien. Unter den Initial« MB F vermuthetc man denGlasmaler.

1678. Matthys Brill, Landschaftsmaler, war der Sohn einesM tj v gleichnamigen Blumenmalers ans Breda, welch« um dieivi. iL 1«. Jj Iitte (kg | fl jahrhunderta blühte, aber in frühen Jahrenstarb, da seine beiden Söhne Paul und Matthys in Antwerpen fremderHülfe bedurften. Unser Meister hatte seinen Ruf in Rom gegründet,und daher sind seine Werke im Vaterlande »ehr selten. Er erreichteauch nur ein Alter von 84 Jahren, und starb in llom l:>_84. Der kCom-merzien-Rath F. Pannenberg InDanzig besitzt zwei kleine Landschattenals Gegenstücke, wovon die eine lil. B. F. gezeichnet ist. Dieses Ge-mälde gibt eine reiche Landschaft mit altertümlichen Gebäuden undRuinen im italienischen Styl. Figurengruppen beleben die Gegend,und auf dem Wasrer schwimmen mehrere kleine Schiffe. Die Lutt traadas Wasser, sowie die Gebirgsformen erinnern in der bläulichen Farn-ung an die Manier des Paul Brill, und daher könnten sich die Buch-itaben MB. F auf Matthäus Brill beziehen, iieidc Künstler arbeitetenin Rom, und der Verfertiger der erwähnten Landschaft lebte sicher inItalien, da auch das Costüm der Figuren italienisch ist. Das Gegen-stück zeigt ahnliche Gebäude durch Brücken verbunden. Mehrere ti-guren bilden die belebende Staffage. In der k. Galleric zu Dresdensied sechs Landschaften von M. Brill, ausserdem begegnet uns derMeister selten. R, Sadeler stach eine grosse Landschaft mit Gebauaeuund einen, Eseltreiber. Simon Frisius stach mehrere Zeichnungen inKupfer: Topfapkia tariarum regionum. Anno iai i. -> lsiattei,qu 8. Eine zweite Folge, 1814 unter Leitung des II. HondlllS ge-stochen, enthalt 2!) Blfttter.

1679. Unbekannter Kupferstecher, welcher in Italien gelebtM rt 1,' zu haben scheint. Er stach das Bildnis« der Sängerin Anna

öl ' • Retltla in einem von kleinen Ornamenten umgebenen Oval.

Unten im Cartouche steht: Intima ti cantwn »"»«««' pratcorat*muleet de. In der Mitte unten M. B. F. II. B Z. 10 L. Br. 4 /. 1 L.

1680. Martin Basse, Kutferetecher, weichet ura 1890-1630 in

„,,,. Douai gelebt, haben'dürfte, ist oben unter den, Monogramm MB'" No. 1687 eingeführt, und wir verwetten auf jenen A. kl Listach das Titelblatt zu Francisn de In CrotvHortulns """""•Duaci 1022, 18 Dieses in der Weise ,U; H.^£^»£stellt einen Rosenkranz vor, dessen Schnüre ™^ a ?$SjJSJlS«nd Inschriften einschliessen. Oben halten zwei Engel Bild« mit Dar.Stellung, aus dem Leben der Maria. Unten vor dem '-arten s 1*wui Enge) mit zwei ,T ü „ g iingen. Der eine sitzt malend vor der Statu l( l.

1681. Unbekannter Kupferstecher oder Verleger, Welcherin, T t der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts thatlg war. ManN'UThVT ündet mehrere anonyme Portrait«, welche sehr gut ge1 D.JdI stechen sind, aber nicht von der einen und derselbenHand. Das zweite, Zeichen kommt meist allem darauf ^t. VuemeMonogramm steht auf dem Bchönen Bildnisse des Johannes Crigiandus.Der Maier verband die Buchstaben VO «umMonogramme, und äusser-en ist auch noch das Zeichen WD beigefügt, welches jenem desKupferstechers Willem Delllt gleicht.