S24 MBI. Nr. 1682-1686.
1682. Michel Angelo Buonaroti scheint durch dieses Monogrammals Zeichner angedeutet zu seyn, wenn nicht ein unbekannter
AbW Kupferstecher aus dem vorigen Jahrhundert. Man findet es auf1«I- einem Kupferstiche, welcher ein Weib vorstellt, wie es dasKind umarmt, Unten am Steine, auf welchem das Weib sitzt, ist dasZeichen, und ein zweites aus M CA bestehendes Monogramm. Das BlattgehOrt zu einer Folge von wenigstens zehn Kupferstichen mit Figurenaus den Gemälden des Michel Angelo in der Sixtina. Das Titelblattstellt einen Genius vor. welcher die Palette über seinen Kopf hält.Auf der Palette steht: M. Anye ine. et pin. Nella Sixtina in Vati-cano, 4.
1683. Unbekannter Kupferstecher, dessen Lebenszeit die bei-t gefügte Jahrzahl bestimmt. Sein Zeichen findet man
iSfMT 1 . j auf einem Blatte mit Merkur, welcher durch den
lH*'.r 1^770 0 Ilimmelsraum sehwebt, um die Psyche zu suchen,'ss Copie nach Marc Anton, B. No. 343. Rechts untenist das gegebene Zeichen und ein aus VR bestehendes Monogramm,welches sich auf linfael Santi von Urbino bezieht, fol.
1684. Unbekannter Graveur oder Stempelschneider, welchertt um 1890 in Frankfurt n.M. gelebt zu haben scheint. Er schnitt
3 Randleisten und verschiedene andere Stücke für Buchbinder in^j. Metall, welche dann auf den Deckeln der Bücher eingepresst•^i wurden. In einer Zierleiste, welche einen doppelten Rahmenbildet, ist das obige Zeichen eingegraben. Dasselbe Monogramm ineinem ausgeschweiften Schildchen findet man auch in einem einge-pressten Mittelstücke, welches innerhalb eines ovalformfgen Rahmensdie sitzenden allegorischen Figuren des Glaubens und der Hoffnungzeigt. In den vier Ecken ausserhalb des Ovales sind ebenfalls alle-gorische Figuren. Ein anderer Stempel desselben Graveurs und des-selben Buchbinders gibt die Gebnrt Christi in Abbildung, es fehltaber das Monogramm. .1. A. Born er fand ein gebundenes Exemplardes Calechismiis , Oder Kinderlehre Erklärt durch Egidium
Hunnen etc. Frankfurt am Ufayn M. I). XCII . 4.
1685. Unbekannter Kupferstecher, welcher gegen Ende des\\\\ JVßJ 1(i. Jahrhunderts thätig war. Brulliot I. No. WVl ver-
' muthet einen Italienischen Meister, eines der Blätter hat
aber deutsche Unterschrift, und erinnert im Machwerk an B. Jenichcu.
1) Die Kreuzigung Christi. Nach rechts im Vorgrunde sieht maiidie Frauen, und oben links ist das zweite Zeichen. Im Rande siebendrei Zeilen Text: Da aber die zeit er füll aar, sandte (Soll seinensöhn —. 2 Corintern r, Cup. h. :t z. 3 L. und :i 1.. Rand. Br. 4 Z.
2) Die Kreuzigung Christi. Links oben in der Wolke das ersteZeichen, und links unten im Mittelgründe die Kreuzschleppung. ImRande ist der obige Texl in Cansleischrift, II. 3 Z. :t L. Br. 4 Z. !> L.
3) Christus am Kreuze zwischen den beiden Mördern. Im Vor-grunde links liegt Maria der Magdalena in den Armen, und rechtssind Soldaten zu Pferd. Rechts unten das erste Zeichen. II. 3 Z. 8L.Hr. 4 z. :; L.
1686. Marc Antonio Bellavia, Maler und Kupferstecher, behauptetM3/NT-E-F- oil "'" Al,ikl ' 1 ''" Peintre-graveur XX. pag. I, und Bartsch
beschreibt '.'<•> Blätter von seiner Hand. Sie sind in derWeise des Annibale Carracci gestochen, und wurden in späteren Aus-gaben auch für Arbeiten dieses Meisten ausgegeben. Bei dieser Ge-legenheit musste das Monogramm weichen, und an die Stelle desselben