Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
522
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822 MB-MBE. Nr. 1673-1677.

auf vier Platten gestochen, und kommen auch unzerschnitteu vor, qu. 4.Nach M. Kletzel stach er 14 Bliittcr mit Theaterdecorationen und vielenFiguren.

1673. Michel Bunel, Kupferstecher, war zu Anfang des 17. Jahr-*,, n hundei'ts in Paris thätig. Seine Lebensverhältnisse sind im-

«-/jf- _D. bekannt, man kann aber annehmen, dass er mit dorn MalerJacques Bund in Verwandtschaft stelle, und dass beide Söhne dosFrancis Bunel gewesen seien. Robert-Dumesnll VI. p. 184 beschreibtdie Kupferstiehe dieses Meisters. Auf Blattern mit Darstellungen ausder Leidensgeschichte des Herrn, dann auf solchen mit den halbenFiguren der Apostel nennt sich der Künstler Miehiel Bunel. DieInitialen dos Namens stehen auf einem Bl&ttchen mit dem in einerLandschaft stehenden hl. Hieronymus, 12. Dieses Blatt nennt BrulliotApp. II. No. IHK.

1674. Marie Briot, die Tochter des Isnak Briot, ist oben unterr\ /~> ( ^ cm Namen Marie B. f. eingeführt, und wir vorweisen

Jyl JK- £ auf jenen Artikel. Die Cursivon MB: f. findet mauiv auf Blättern mit Vögeln, welche eine Folge bilden.P. Marielte exe, 4.

1675. M. Beeger, Marinemaler aus Uckermünde in Pommern,// rT) übt seit 1848 seine Kunst in Berlin. Er scheint mit MB

o\\, JO. Gemälde und Zeichnungen zu signiren. Die Buchstaben

stehen auf einer feinen Lithographie von seiner Hand, Schifferkinderam Ufer vorstellend, an welches ein Schill' heranreicht. Unten steht:Schwesterchen ist nicht zu Hause. Das grosse Schwesterchen verstecktsich nämlich hinter zwei kleineren, und rechts steht ein Junge mitdem Zweige in der Hand. Diese Lithographie erschien hei J. Hessein Berlin, qu. fol.

1676. Bartolomäus de Momper, Maler und Kadircr, war der

Nflfl I *T ^) Q &°^° ^ es a ' tfin J°d° cus c '° Momper von Brügge,im. {^} J J welcher im Gihlcbocck von St. Lukas in Antwerpen1330 als angehender Meister vorkommt. Bartolomäus de Mortlper istebenfalls eingeschrieben, doch fehlt das Jahr, in welchem er freierMeister wurde. Man kann die Zeit von 1!>ü9 annehmen, da das ra-dirte Blatt mit dieser Jahrzahl einen tüchtigen Meister beurkundet.Von 11)80 auf Iii8l war er Dekan der Malergilde, und schrieb damalsseinen Sohn joeys de Momper eigenhändig in das Verzeichnissder angehenden Künstler ein. Im Jahre 1880 verehelichte sich dieserJoeys, und der Vater stund ihm als Zeuge zur Seite. Weiter reichendie von Kramm gegebenen Nachrichten über ihn nicht. Im Jahre 1682kommt aber wieder tun Bartholomäus de Momper als freier Meistervor, nämlich der Sohn des jüngeren Jodocus de Momper.

Gemälde lassen sich von unserm Meister noch nicht nachweisen, maukann aber annehmen, dass crScencn ans dem Volksleben gemalt habe.Das gegebene Zeichen findet man auf einer geistreichen Etadirung miteiner Bauernkirchweihe, gr. qu. fol. hn zweiten Drucke liest man: Bar-tholomäus de Mompere ex. Ante. Peter van der Borcht stach nachihm ItföO eine Bauernhochzeit, und als Gegenstück ein vlamischesVolksfest, qu. fol.

1677. Unbekannter Glasmaler, welcher zu Anfang des 17. Jahr-\f 11 F i(iO ( ) hundert! in Nürnberg gelebt haben könnte. In der

J- Hertel'schen Sammlung daselbst war das Wappendes Adam und Sebastian von und zu Brandtcnstcin, Küngstciu und