Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
431
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LS. Nr. KIM. 431

Ludwig Schongauer, Malor und Kupferstecher, wird alsBruder des Martin Schongane» genannt, und mau kanndie Buchstaben LS mit. Sicherheit auf ihn deuten, dadie mittlere Randmarke auch jene des Martin Schon-gauer ist. In den BürgerregHtern der Stadt Ulm kommt1441, 1476 und 1481 ein Maler Ludwig vor, er wirdaber von unserm Meister zu unterscheiden seyn, da dieser 1484 alsvon Augsburg bezeichnet wird. Im Jahre 1 179 — Anno dm. LXXVIIIJV ff Cnnrade gehenkte der Rath von Ulm dem Ludwig Schongauordas Bürgerrecht. iProfeneor Hanler ersah diess ans einem frägmen-tirten Bttrgeraufnahmsbuche, und machte es in den Verhandlongen desVereins für Kunst und Altertlulm in Ulm und Oberschwaben, Ulml83S8. 70, bekannt. Ludwig Schongauer war also von Geburt kein Ulmer,indem er das Bürgerrecht, geschenkt erhielt , Welche« er spater wiederaufgab. Im Jahre i486 erkaufte er in Augsburg das Bürgen-echt. ImHandwerkabttehe der Stadt, steht unter dem genannten Jahre: Am frey-ta 9 vor pulmurinii hui inuisler Lmhritj Schongoirer üktter dos hur-gerrecht erkaii/fi obgess. mti.ss. In demselben Jahre, amSttndtag Vordem nptn.lar, stellte er dem Handwerk einen Lehrjungen, NamensPeterGessler vor, dann i486 einen zweiten, Ulrich Dichman, und 1490einen dritten, den Hans (Jeslar, Wie man unter den bei reifenden Jahrer"n Buche der Malerzunft in Augsburg ersieht, [tn Jahre 1490 wird derMeister Scbennauer statt Schongauer gemannt. Im Jahre 1493 lindenWlr ihn in Colmar, wo er sich aber bereits 1492 aufgehallen habenfln8S, da Scheurl und NeudörlVer sagen, dass 1498 Albrechl. Dürer ihn

111 ( 'o], nai . getroffen habe. Im B&rgerregister ist unter dem Jahre 1493seine Bürgeraufnahme angezeigt: Item Maisler Ludwig Schongauerder Muller ff. c. (faclus eins) vff siiiem linse in Ani/usliiieri/uxse.genant zum Schwanen, Im Jahre 1497 scheint Schongauer nicht mehrgelebt zu haben. Im jyialer-Zuul'tburhe der Stadt Augsburg ist folgendeBemerkung: (407. Item. Maister Ludwig Schongauer der maHer hat! &"*'} zm " Kinder die haben die Zaiifigrrerhiigheit mit MimenMartin und die Tochter Zusaiina. IM)1. Mau kann nicht wohl annehmen, dass der erwähnte Maler Ludwig Schongauer ein andererMeister sei. Unter dem Jahre 1490 wird er Scbennauer genannt, 14St;*Mt Schongauer. Wenn letztere Orthographie unrichtig statt Schon-auer oilcr Scbennauer ist, dann könnte der Ludwig Schongauer, welcherln Ulm, und von 1493 an in Colmar vorkommt, eine andere PersonBe yn. Ludwig Schongauer scheint sich in Ulm verheirathet zu haben,"nd zwar mit Anna, der Tochter des Malers Stabler daselbst. Im';. re '490 Hol der Anna, stiiblerin, Ludwig Schongauers Hausfrau,(: "ie Erbschaft zu, wie der Prälat Schmidt aus den Akten ersah. Esw - 3 ^wer zu glauben, dass die Kinder des in Colmar ansässigen Lud-™*g Schongauer im Augsburger Zuui't buche unter dem Jahre 1497 ein(Wragen seien. Ein Ludwig Schongauer konnte daher leicht ein anderer•^eisten- seyn. I u diesem Falle starb nicht der Calmarer gegen 1497,Marr 'V' 01 ' Augsburger Sehomuicr oder Scbennauer, dessen Sohnffnrrn . < ! il,nals •»»i*» zunl'tbcrcchtigt war. Wenn Ludwig Schongauerkann" ° di<! ' U)chtev ''es M» lera Stabler i» 'Hm gehoirathet. hatvant li' 4 ' ,:ll ' rc H!,r koine " züll,ti g ei » Sohn gehabt haben. Passa-auf L h '•' o IV " '" :zil,| t ,lllc ' fW'bonen archivalischen Notizen einzigsich ihn • f . cll0llgaucr ' ac " Brafov <les Martin Schongauer, sie lassenauer nicht schlagend zusammonräumen.

Heistnr° rt KU o f u VStiche mit dcm Begebenen Zeichen verrathen einen

Kowis«n ä r f™" 10 d es Martin Schongauer, odor haben wenigstens eine

■" Analogie mit den Arbeiten desselben. Doch sind sie roher be-