432 LS. Nr. 1344.
handelt, als jene des Martin Schongauer. Passavant beschreibt fol-gende sehr seltene Blätter:
1) Die Kreuaabnebmung-, Ein Mann mit Turban steht auf derLeiter, und nimmt mit Hülfe eines Tuches den Leichnam des [Fennherab. Die hl. Jungfrau und Johanne« nehmen ihn in Empfang. Linksnähert sich eine der Frauen, welche mit dem Flügel des Mantels dieThränen trocknet. Am Stamme des Kreuzes ist ein Mann beschäftigtden Nagel herauszuziehen. Das /eichen ist unten am Kreuze nebendem Knochen. II. :i Z. l!r. :t Z. !l L.
Das Exemplar de Ottley Collectlon befindet sieb in der Albertinl-sehen Sammlung zu Wien.
2) DerElepbant mit seinem Führer. Letzterer leitet ihn auf einerHübe nach nichts. Er trügt eine Spitzige Haube mit Band, und einenBeutel an der Seite. Auf dem Boden neben seinem rechten Fuss istdas Zeichen. II. 3 Z. !> L. lir. .'i X. li I,.
Im Catalog Durand wird dieses Blatt zuerst dem Ludwig Schongauer zugeschrieben. Das Exemplar der Sammlung ging in den Be-sitz des Erzherzog Albert in Wien über.
3) Die liegende Kuh, etwas nach links gewandt. In der Mitteunten das Zeichen. II. 2 Z. I L. lir. 2 Z. 8 L.
In der Kupferstichsammlung zu Dasei.
4) Zwei Hunde, der eine hinter dem andern laufend. Jener linksdreht den Kopf nach rechts. Links ist ein dürres Däumchen , und inder Mitte unten das Zeichen in Doppellinicn.
Auch von Drulliot nach dem Exemplar in Dresden erwähnt.
5) Zwei Schweine aus dem Troge fressend. Das eine in Profil,das andere in % Ansicht nach rechts. II. 1 Z. 8 L. Br. 2 Z. 10 L.
Dieses unbezeiebnete Blatt beschreibt Bartsch X. p. Ol No. 43.Dresden und Wolfegg.
<>) Ein nach rechts laufender Igel. Ohne Zeichen. II. I Z. ti L.lir. 2 Z. 3 L. •
In der Sammlung des Fürsten von Wolfegg ist ein Exemplar.
1344. Lambert Suavius, Architekt und Kupferstecher von Lüt-f C' b Fr~~cl t ' c ' 1 ' wur( ' c früher mit Lambert Lomhardus fürV-i O,'- L 8 " ; l^"l Eine Person gehalten, indem die betreffenden Stellenbei Vasari nicht richtig aufgefasst wurden. Vasari kannte das Werkdes Dom. Lampsonius QLumberÜ Lombardi etmtd EbnrOnts pictorisceleberrimi riln. Brugi» tSS6) sehr wohl, und er ersah, dass Suaviusgar nicht genannt ist. Lampsonius gab ihm aber Nachrichten überniederländische Künstler, und somit erfuhr er auch, dass L. Suaviusals ein vorzüglicher Kupferstecher zu betrachten sei, und er sprichtdieses im Leben des Marc Anton aus. Auch Guicciardini (Historia(!<■ Patii batst. Firenze 1&61, p. 101) kennt den Suavius als Archi-tekten und Kupferstecher, gegenüber dem Lambert Lomhardus. Sand-rart nimmt den L. Lombardus Suterman und L. Lombardus für EinePerson, und verwirrt somit den Standpunkt. Suavius war der Schwagerdes Lombardus.
Auf den meisten Blättern dieses Meisten kommt der Name vorund nach den Daten sind sie von 15*40—1859 ausgeführt. Die Ini-tialen findet man auf folgenden:
1) Die Sibyllen, in Nischen vorgestellt. Folge von 12 Blättern,darunter solche mit L S, wie auf jenen mit der persischen und libyschenSibylle. H. 6 Z. II L. Br. 3 Z.' I L.
2) Die Charitas, sitzend in einem antiken Gebäude und von achtKindern umgeben. Bechts nm Piedestal der Säule: Lambert lom- •'*"*•LS. H. 8. Z. 10 L. Br. 6 Z. 10 L.