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4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
345
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LEO. Nr. 1087-1059, 3«

LEONARDVS DE BISSVCCIO Diese Inschrift steht

1057. DE MEDIÜLANO HANG GAP jffi tZ Ä"

ELL AM ET HOG SEPVLCRV der Caraccioli dal Sole

111MA1J. honara zu Neapel. Der

Meister Leonardo de Bissuccio war einer der letzten Schüler deB Giotto,und reichte mit seiner Thätigkeit gegen 1423. In Mailand ist er un-bekannt, und somit scheint der Künstler in Neapel geblieben zu seyn.In der genannten Capellc sind noch andern Frescomalcreien. Gegen-über nennt sich ein Maler PERINECTS DE BEN1VETO. Die Cha-raktere sind gothiscb, und man kann auch Penrinck lesen.

1058. Leonhard Heinrich van Otteren, Kupferstecher, ein Fla-LEONARDVS DEN 1 '? V. 0. mander von Geburt, hielt sich in der

VENETI1S zwc ' tcu Hälfte des 17. Jahrhundertsi j i/ . v r\ J i' 1 Venedig auf, und stach da ver-

Leonardm Bmß. V. 0. schiedene Bildnisse, welche aber von

sculpt. VenetiU. geringem Werthe sind. Auf solchenBlättern kommt die woitlilulige Namensiuschrift vor. Wir nennen dieBildnisse von: Giovanni Chrittoforo Conte di h'önigsmarck, Mares-ciallo Generale delVarmi della Corona di Svetia etc. Halbe Figurin Oval, kl. 4. Francesco F<jon,e Principe di Fürstenberg, Contedi Ueiligenbery, di Verdenberg et Vesc.ovo di Argentino etc. folGuullerio Conte di Leslie del Con". di Slato di S. M'. a Ces a . Generaledi Schiavonia, Cavaliere del Toson, Ambascialore Straordinarioalla Porta Oltomana etc. IM.

1059. Die lange räthselhafte Inschrift eines Kupferstiches,

4<t^fn pfifft welche wir hier geben, hat

HkP jl])lü$ zu Anfang unsers Jahrhun-

sa.c#t, indem man einen Künstler I.cy-Dis, Landis und Leydensis von1422 herausbringen wollte. In der Sammlung des Grafen Alexis Rac-zumowsky zu Moskau befindet sieb ein kleiner Kupferstich, welcherdas Wunder bei der Messe des hl, Gregor vorstellt. Der Graf Hesseine Copie fertigen, und in A. L. Millin's Annale* encyclope'diqnesl»n, 111. p. 169 Abdrücko beilegen. Dadareh wurde nun das Mallmit der gegebenen Inschrift In weiterem Kreise bekannt, indem auchBrulliot III. No. 822 alles aufnahm, was A. (I. Fischer und MiliinÜber dieses Blatt sagten. Zuerst sollte nun der Künstler ans Tages-licht kommen, und zwar unter den obigen Namen. Dann las Fischer:Anno t'i-l'i^ Domini et I4 9 Seplembris, und schoss dabei vollkommenfehl, l»ic Jahrzahl 1422 bestritt such ein Kunstfreund der Bekannt-Schaft des Mr. Miliin, und letzterer selbst gesiebt, dass der Styl desBildes eher an das 16. als an das LS. Jahrhundert erinnere, Somitschien auch die Lesart 14:i!> nicht haltbar. M. Duchesne {Fssai surles nielles p. 81) ging ebenfalls auf das Aller dieses Blattes ein,und er brachte aus dem Zahlselchen 2 die gothische 4 heraus, sodass er 148H las. Passavant {Peintre-ijrarcnr I. p. 200) konnte diesesBlatt auch nicht umgehen, und er erkennt nun mit Recht einenAhlassbrief. Nach seiner Ansicht lautet die Inschrift: SO, f4220OfRIOt et IM) dies. Solcbe Ablassbriefe wurden in der zweiten Hälftedes IS. Jahrhunderts ausgegeben, es ist aber gewöhnlich auch der Papstgenannt. Sein Name könnte nun in den beiden oberen getrennten