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Madonnenbild mit dem gegebenen Zeichen, welches aber auch auf an-deren Werken des L. Blondeel vorkommt. Einen eigenthttmlirhen Begriffvon der Knust dieses Meisten gibt ein Altnrwerk im Museum /u Berlin.Auf dem Mittelbilde ist das jüngste Gericht vorgestellt, oben Christusmit den himmlischen Heerschaaren und den zwölf auf gotbischen Chor-stOhlen sitzenden Aposteln. Auf dem linken Fluge! steht man in einweitläufiges Höllengebäude, in welchem Maschinen und grosse Räderdurcheinander arbeiten, und überall Flammen herausschlagen. l>iesieben Todsünden erleiden da schreckliche Strafen, und eine grosseAnzahl Verdammter werden auf glühenden Rädern angespiestt Derrechte Flügel Stellt den Garten des Paradieses mit einer Meng« vonGebäuden vor, ans welchen die Seligen zum Himmel emporsehweben.Auch die sieben Werke der Barmherzigkeit werden belohnt, gleichsamals Gegensatz ZU den Straten der Todsünden. L. Blondeel starb zuBrügge 1860.
C. van Mander nennt den Lanzelot (Landsloot) auch l'laalsnijdcr.Worunter wir aber keinen Kupferstecher verstehen dürfen, da sich keinBlatt dieser Art von ihm findet. Heinecke schreibt ihm dagegen achtHolzschnitte mit Bauerntänzen In grossen Figuren zn.
944. Unbekannter Maler, welcher um 1880—160» thätig. InT~) r\ _ der fürstlichen Sammlung zu Donaueschingen sindH\ /-} '£5 • zwei Bände mit Zeichnungen zu Glasmalereien, thells-td^/X=-// -t—/ schön in Farben ausgeführt, theils in Tnseh oderSepia, und auch nur in Umrissen behandelt. Herr Baron von Pfaffen-honen fand darunter SO Zeichnungen von nnserm Monogrammisten vor,welcher nach den beigefügten Jahrzahlen von 1880—1608 Vorbilder zuGlasgemälden lieferte, und wohl selbst Glasmaler war. In den er-wähnten Bänden Sind grösstenteils Zeichnungen von Schweizer Künst-lern , und somit könnte auch unser Meister der schweizerisch - clsiissi-schen Schule angehören. Gleichzeitig mit ihm ist Daniel Lindmeierund Caspar Lang. Der Monogrammist II /. könnte mit dem einen oderdem andern in Verwandtschaft stehen.
945. Dieses Zeichen findet man auf einem alten Gemälde int-v der Pfarrkirche zn Gmünd bei Tegernsee in Bayern. NebenK dem Seitenaltare rechts ist eine Tafel, welche die Modonna miti —~< dem Kinde auf dem Schosse, links St, Catharina und rechts St.Barbara vorstellt. Zwei Engel halten einen Schleier über die beiligeJungfrau. Zu ihren Füssen liegt ein Rosenkranz, in welchem die Jahr-zahl 1807 steht. Unter dem Rosenkranze ist dieselbe Jahrzahl in alten1 bniiikteren wiederholt, aber mit einem modernen Beisatz : Ex T/'i/emseeanno Domini Uioa. Rechts unten in der Ecke bemerkt man das Mo-gramm. Die Köpfe sind schi'm und ausdrucksvoll, und mit einem gol-denen Schein umgeben. Zugleich ist alles fein vollendet, so dass mandas Werk eines tüchtigen Meisters vor sich sieht. Das Monogrammdeutet aber diesen nicht an. Der Pfarrer Leonhard Bnchhergcr er-warb dieses Bild für die Kirche, und deutete, durch das Monogrammseinen Namen an. Er starb im Jahre 1806.
946. Ludwig Beckmann, Landschafts- nnd Thicrmalcr von Han-nover, machte seine Studien in Düsseldorf und verlebte mehrere
. Jahre in dieser Stadt. Zur deutschen allgemeinen und historischenKunstausstellung in München 1888 sandte er von da aus ein Gemäldeein, welches eine Wildfütternng vorstellt, liier handelt es sich umeinen Holzschnitt in der Leipziger illustrirten Zeitung 1802 No. 978.Dieses Blatt, auf welchem das gegebene Zeichen vorkommt, stellt iisendeWaldschnepfen vor, kl. qu. 4.