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4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
222
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222 KD. Nr. 77S—778.

diesen Platten kommt ein ans J) K bestehendes Monogramm vor. Einederselben mit der Verkündigung der Maria ist mit der Jahrzahl 1629versehen. Nach der gezeichnete») Scheibe müsste der Künstler schon1608 Meist«* gewesen seyn; in diesem Falle stand er l(i.'>4 im Greisen-alter. Dal Monogramm mit der verkehrten Jahrzahl 1684 findet manauf Blättern in Punzenmanier, welche aber einen David Kellerdalerangehören sollen. Mit mehr Recht scheint man einen GoldschmiedDaniel Kellerthaler oder Kellerdaler annehmen zu dürfen. Von ihmfindet man ein Blatt mit einer Arabeske, welches mit dem Bnnzenausgeführt ist, qn. 8. In derselben Manier behandelte Kellerdalerauch zwei reiche mythologische Compositionen, die eine Diana, dieandere Ceres vorstellend, <|ii. I'ol.' Die Platten haben sich in Wienerhalten, und es kommen neue Abdrücke vor.

775. Johann Conrad Dornor, Historien- und Genremaler, geh. zu

K~p\ Egg in Vorarlberg, ist unter dem Monogramm .1 (' I) II..\J. No. 258 bereits eingeführt, und wir verweisen zunächst aufjenen Artikel. Man findet historische Darstellungen, Genrebilder und

Bildnisse von seine!' Hand. Seine historischen Compositionen habenkein modernes Gepräge. Denier folgte der Richtung der Schule Ra-fael's, und es gelang ihm oft, in den Geist derselben einzudringen.König Ludwig von Bayern erwarb in Koni unlängst ein Bild der hl.Familie, welches in der neuen I'inakotbek zu München eine Stelle findet.

776. Donati, Wardein an der Münzstätte in Krcmnitz von 1768y. —1770, fügte auf Stempeln die Buchstaben K, I). bei, welche

leicht zu erklären sind.

777. Carl Wilhelm Freiherr von Heideck, genannt Heidegger,

.\ /~\ Qi c->. k. bayerischer (ieucral-Lieiitonanl, geb. zu

L"V ~)i\\o G'V-tC- ) Saarlehen 1788, gest. zu München 1801, ist

—* pv, \J\-*^ , l]s Ma|(T |im , R;[iVu . vv u No 78i) ,„„1 I1L

M ) ^ (C\ qy No. <si,s eingeführt, und wir beziehen unsdaher auf jene Artikel. Unter C e h il kNo. 7.SÜ haben wir über Gemälde und Ka-dirungen des berühmten Mannes gehandelt,und am Schlüsse des Artikels ist auch die Originallithographie mitder gegebenen Signatur erwähnt Dieses Blatt stellt, bayerische Chevanx-legers auf dem Marsehe vor einem französischen Bauernhause* vor, woihnen die Bewohner Wasser reichen, gr. fol. Diese Lithographie bildeteinen Bestandteil deg dritten Heftes des Münchner Albums von Hein-rich Köhler.

778. Karel du Jardin, Historien-, Landschafts- und Thierajaler,

K D T /&■ l ' ann R*di rer < wurde um l(i:tl) zu Amsterdam geboren.1 -/ und stammt aus einen Vlaa irischen ('esrhloehlc der

K D"V^ I. C v an l'tonhovoii , welches in Gent mehr unter demJ Namen Du Jardin oder Du Gardin bekannt war. Wa-genaer nennt in der Beschreibung von Amsterdam einen Wilhelm undPhilipp Du Gardin, welche 1866 für die Einführung der Reformationgewirkt, und Buch 1878 zur Rogieriingsverändcrung beigetragen hatten.Zu Anfang des 17. Jahrhunderts lebte in Amsterdam ein Historien-maler Julian Du Jardin, und von diesem stammt wohl unser Karel ab.Aus dem Manuscripte des Peter Torwesten gebt hervor, cla.ss unserMeister 1686 unter den 4!l Malern war, welche im Haag eine neueKamer van Pictura gründeten. Im Jahre Ü6B9 den 18. Mai schickteman ihm eine Landschaft mit Kühen zurück, weil die Summe vonZ'M fl. zu hoch befunden wurde, und Du Jardin auch im Haag nicht