Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
177
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IVH. Nr. S86-S89. 177

586. Jan van der Heyde oder Heyden, Architektur- und Land-I V TT 1P7'{ schaftsmaler, geb. zu Gorniclicm [887, gest. zu' **' ltJ/,i - Amsterdam 1712, begegnet uns in allen grossenGallerien und Sammlungen mit Landschaften mit Staffage von Adrianvan de Velile, Ansichten von Domen, Klöstern, Schlössern, StalltenU- s. w., und man zählt diese Gemälde zu den schönsten Erzeugnissendes 17. Jahrhunderts. Auf mehreren steht der Name: J. V. Heyde,J- V. Heyden, J. V. der Heyde, auf anderen ein aus VI) 11 und VHgebildetes Monogramm. In der Güllerie zu Dresden ist die Ansichteiner grossen gothischen Kirche J. V. H. 1673 bezeichnet. Der Künstlerverband aber mit dem Monogramme auch den Namen, gewöhnlich Vlleydegeschrieben, so duss Heyden aussergewöhnlich ist. Auf dem Titel einesseltenen Werkes des Künstlers steht Heide, nämlich: Beschryringder nieuw lycks niti/evonden en goctroyeerde Slang-Brand-SpuilenHaare, wyze van Brand-Blussen etc. A/evens Beschrywimj der lirand-ordres van de Slad Amsterdam. Door der zeher Invenleur Jan rander Heide en Jan van der Heide de Jonge Generale ßrandmeesterder Slad Amsterdam. —. 'I Amsterdam oy Jan Rieuwertyz Stads-Drukker en Boekverkoper in de Beurstraat in H Marie loars backlliOO, fol. Dieses Werk enthält 1!) lilättcr mit Ansichten von Feucrs-brünsten, Brandstätten &c. und anderen Vorstellungen, welche sich•Inf die Anwendung der Feuerspritzen beziehen. Amsterdam ist gleich-em an mehreren Ecken in Brand gesetzt. Die Blätter sind theilsjadirt, theils mit dem Stichel vollendet. Man will sie dem Jan vander Heyde selbst zuschreiben, er wird aber wohl nur einen Theil derZeichnungen gefertigt haben, und ein anderer Theil, vielleicht auchdie Kadirungen und Stiche, fällt dem jüngeren Jan van der Heide zu,Diese beiden van der Hcyder unterscheidet weder Immerzeel noch Gh.Kramrn, aber aus dem genannten Werke wissen wir, dass beide Brand-meister der Stadt Amsterdam waren. Es ist kaum anzunehmen, dassder ältere Jan van der Heide ein anderer Meister ist, als unser be-rühmte Architekturmalcr, obgleich die Brandblätter mit der Zeichnungseiner Gemälde wenig stimmen. Ebendesswegen dürfte man dem jüngerenJ f l » van der Heide einen Antheil einräumen. Auf keinem Blatte kommte >» Name oder ein Zeichen vor. Die Orthographie des Namens Heidestatt Heyde berechtigt nicht, die Generalbrandnieister J. van der Heidev °» dem Maler ./. van der Heyde zu trennen. Auf einem äusserstseltenen radirten Blatte des Malers, in welchem fast nur in Umrissenseine Zeichnung zur Prachtkanzel in der Kirche zu Dortrecht erhaltenlst i steht ebenfalls Jan van der Heide, fol.

«87. Unbekannter Zupferstecher, welcher in der zweiten HälfteI. V J-f w ( 'es 1(i ' Jahrhunderts thätig war. Ein Blatt mit den" Initialen stellt einen Ball von venetianischen Herrenu "d Damen vor. /. V. H. sc. Jac. Franco exe., kl. fol.

588. Jan oder Joris van der Hagen (Haagen), Landschafts-I. y ]_J maier, ist unter dem Monogramm III. No. 1804 einge-l ■ . ' * führt, und wir haben bereits bemerkt, dass man diese

«lalen auf landschaftlichen Zeichnungen in Farben finde.

589. Johannes van Haensbergen, Historien- und Gonremaler,• '• IIA Rcb. zu Utrecht (nicht Leyden) 1042, war Schüler von

J. v i» [ 0. Poelenburg, und erscheint unter dem Jahre 1668 als

]j es " . '• ) Mitglied der St. Lucasgilde seiner Geburtsstadt. Später

HaerM aber dür Kunstler im Haa « nieder, und starb daselbst 1705.

shergen hintorlicss eine ziemliche Anzahl von Gemälden in der

Mo nogram m i 8t en Bd. IV. Vi