Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
178
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178 I V H. Nr. S90.

Weise des C. Poelenbuvg, und die Mehrzahl trügt die Initialen desNamens. In Dresden sind vier Bilder mit /. V. H.: die Verkündigungan die Hirten, die Anbetung derselben, die Anbetung der Könige unddie Himmelfahrt Maria. In der Gallerie des Museums zu Berlin istdas Bildniss eines jungen Mannes J.v.H. i0f)3 gezeichnet. Es gehenauch Bilder unter dem Namen des Corncl Poelenburg, indem die Ini-tialen in CP umgeändert wurden.

Man hat auch radirte Blätter von Hacusbergen, welche im Künstler-Lexicon nicht angegeben sind.

1) Das Bildniss des Johann Vryheere van Pfaffenrode, Heeretan Ghussigny etc., halbe Figur mit dem Commandostabe. Unten ineinem Ornamente: Joh. HaEnfbery f. ifl7*. H. 9Z.2L. Br.SZ. 9L.

Dieses geistreich radirte Blatt ist nicht so selten, als man angibt.Man findet es in Pfaffenrode's Werk: Der Grieken en RomeinenKrygshandel —. Leyden /Gflß, fol.

2) Ein junger Mann im Mantel das Pferd haltend, und bei ihmlinks zwei Hunde, nach H. Verschuring 1682. H. 8 Z. 4L. Br. 6Z.7L.

590. Dr. Jakob Heinrich von Hefner-Alteneck ans Aschaffen-I v. H. 1 ^urg ^ durch Prachtwerke bekannt, welche das Re-

T VI uii sultat eines fortgesetzten Slrebens, in einer Reihen-1. 11. V. H*A J f 0 ]g e von Kunstgebilden höherer und niederer Artein treues Bild der Zeit zu geben, in einer höchst interessanten Weisedarlegen. Der Sohn eines churmainzischen höheren Staatsbeamten,und schon als Kind durch einen Unglücksfall des rechten Unterarmsberaubt, fühlte er dennoch eine solche Neigung zur Kunst, dass erdie linke Hand zum Ersatz nahm, und damit dio grösste Fertigkeitim Zeichnen erlangte. Seine Verhältnisse gestatteten ihm, auf ReisenKunstwerke aller Art in Sammlungen ZU sehen, solche an ihrem Orteaufzusuchen und durch sorgfältige Nachbildungen zu eigen zu machen.Am meisten fesselte ihn die Kunst des Mittelalters, und somit ver-folgte er ihren Organismus durch alle Entwicklungsstufen, um auchunserer Zeit Stoff zu liefern, welcher den Künstlern historischen Fachesals nützliches Material dient, und dem Gewerbsmanne Beispiele vonSchönheitssinn und Beharrlichkeit der Vorfahren vor Augen stellenkann. In diesem Sinne begann J.v. Hefner als Professor der Zeichen*kunst in Aschaffenburg mit folgendem Werke : Trachten des christ-lichen Mittelalters nach gleichzeitigen Kunsldenkmalen. MannheimMibO ff., roy. 4. Im Jahre 1840 erschien die erste Lieferung schwarzund colorirt, und 70 Lieferungen folgten in derselben Ausstattung nach.Als Mitarbeiter sind Ph. Veit, J. D. Passavant, C. Ballenberger, K. Keim,J. v. Radowitz, Graf F. v. Pocci, C. H. Krieg v. Hochfelden, F. Hoff-stadt u. A. genannt, es sind aber zwei Drittel aller Tafeln von ihmselbst gezeichnet, und im weiteren Verlaufe des Unternehmens hat er esin Text und Bildern fast ganz auf die eigenen Schultern genommen.Das Werk besteht in drei Abtheilungen. Die erste umfasst die frühereZeit, die zweite das 14. und 18., und dio dritte das 1(>. Jahrhundert.Bei Hoff in Mannheim waren etwa B0 Lieferungen erschienen, als dieKatastrophe von 1848 dem Werke ein Ende zu machen drohte; dieSchmerber'sche Vorlagshandlung in Frankfurt a. M. führte aber das-selbe glücklich zu Ende.

An dieses Prachtwerk reiht sich die mit Carl Becker gemein-schaftlich unternommene Herausgabe der Kunstwerke und Geräth-schaften des Mittelalters und der Renaissance. Frankfurt i(A1 ff - !fol. In diesem Jahre erschien die erste Lieferung zu (i Blättern, unöauf 36 war daa Ganze berechnet. Nächst diesen Hauptwerken machte