Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
126
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126 IS. Nr. 398—400.

Johann Schöffer war von lülS— 1U30 thätig. Auf ihn folgte TvoNchöffcr, der Neffe des Johann, welcher von 1831—1882 das Geschäftin Mainz führte. Auch Ivo behielt die Druckervignette mit den Hackenund Sternen, dann die Landschaft mit den Hirten und Schafen hei.Die Initialen wechseln in der Form, sie kommen einfach J'S, inDoppcllinien •/•£•, und ebenfalls in DoppelHnien HS vor. Dasfigürliche Zeichen mit den Sternen und der Blume ist immer für dieSchöffer entscheidend. Sie brachten es auf vielen Titelbordüren an.

398. Unbekannter Architekt oder Steinmetz, dessen Lebenszeit1 f I 4y l^V ''''' hoigofügte .lahrzahl bestimmt. Man findet sein\J l V 'iS Zeichen auf einer llandzoichuung, welche aus derSammlung des Direktors A. Ueindel in jene des germanischen Museumszu Nürnberg überging. Sie enthält auf Pergament ausgeführt denGrund- und AulViss eines Sakramonthäusclions. H. 82 Z. lir. (i Z. I li.Im linieren Theile des Aufrisses ruht auf kurzen Säulen mit feierlichenBlätterknäufen der Einbau eines gewölbten Saales, in welchem derHeiland mit den Jüngern das Abendmahl feiert. Heber diesem Bild-werke befindet sieh der mit einem Gitter versehene Behälter zur Auf-bewahrung des Heiligsten. Zu der einen Seite desselben spielt einEngel die Geige, zur anderen ein solcher die Laute. Den Tabernakelkrönt ein vorspringender, aus Pfeilern, Säulen und Ornamenten ge-bildeter Baldachin, über welchem ein thurmnhnlirher Aufsatz sich er-hebt. Nur zwei Figuren bilden den Bilderschmuek diese! in Stock-werke abgetheilten Thnrmes. Im figürlichen Fache ist der Meisternicht, bedeutend, im architektonischen Theile steht er aber auf derHöhe der Baukunstler seiner Zeit. Die; Ornamente sind in unge-zwungener, malerischer Weise behandelt.

Auf den Namen dieses Architekten müssen wir verzichten JörgSyrlin von Ulm kann den Plan nicht gefertigt haben, da seihst derjüngere Künstler dieses Namens nur von i484—1812 doenmentirt ist.Auch stimmt das \Yerkzeichcn der Syrlin nicht mit obigem. Es kommtindessen in einer Strasaburger Hüttenrechnung von I!il7 ebenfalls einJörg Syrlin vor, aber wer sagt, uns, dass die Zeichnung von diesemMeister sei? Durch Herrn Bömer wissen wir, dass auf der Rückseitealte Schrift ist: Turn flrafs pnnj i6ib. Daraus lässt sieh schlies&en,dass der Zeichner in Strassburg gelebt haben dürfte , wenn sie nichtein Kunstfreund dorthin gebracht hat.

399. Der unbekannte Meister mit diesem Zeichen könnte mitk dem vorhergehenden Baumeister oder Steinmetzen Eine

TT Person seyn, indem das Blatt mit dem gegebenen Mono-

[ ~/\><Z t\ Kramme gegen Ende des IS. Jahrhunderts fällt. Dies«

v Kupferstich stellt einen Weihbrunnkessel mit dem Wedelvor. Wir können also die Zeichnung und den Stich eines Steinmetzenvermuthon. In der Mitte unten ist das Zeichen II. (! Z. Br. 4 Z.Dieses seltene Blatl beschreibt Bartsch VI. p. :tl4 nach dem in Wienvorhandenen Exemplare.

400. Unbekannter Formschneider, welcher in der zweiten HälfteyA'V (lfi s 16. Jahrhunderts in Emden gearbeitet zu haben schein!..

/Y-> Man findet eine ovale Vignette, welche einen Manu vorstellt,der im Begriffe ist, einen Baum mit der Axt zu fällen, während einanderer auf der Erde knieender Mann Feuer anlegt, unten am FuS«des Baumes bemerkt man das Monogramm. In der Umfassung Steh«die SchriftStelle Matth. 3, 10 in niederdeutscher Mundart. H. 2 1-4 L. Br. 1 Z. 9 L. Nach einer gefälligen Mittheilung des He"" 1