Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
106
Einzelbild herunterladen
 

106 IR. Nr. 322.

Ducum Saxoniae — — vivae efßgies ab anno nat. Ch. fl*2 usq.ad annum 1563 ex antiq. et fide dign. monum. del. et expressae,una cum sing. Elog. Excus. Wittebergae excudebat Gabriel Schnell-boltz. Anno'l&G3\ 4. Diese Ausgabe enthält ',(4 Bildnisse , welchealle dem jüngeren Cranach zugeschrieben werden, da sie mit dessenBildnissen in der Ambrascr Sammlung stimmen. Der Holzschnitt mitdem Bildnisse der Herzogin Sibylla, der Gemahlin des ChurfürstenJohann Friedrich, trägt das erste Zeichen. Dasselbe verhält sich mitdem Bildnisse des Johann Friedrich II. und Friedrich III. Der Meistor I Rschnitt aber auch noch andere Portraito für die Schncllboltz'sche Samm-lung. II. ß Z. 2 L. Br. 4 Z. 3 L.

Dieselben Bildnisse, doch grosscnthcils in Copicn, kommen auchin folgendem Werke vor: Abcontrafactur und Bildnis aller GrossHertzogen, ('hur und Fürsten, »eiche vom Jahre nach, Christigehurt 8fy2 biss aujf das jetzige 1609 Jahr, das Land Sachsen,Löblich, und Christlich regieret haben, Sampl kartier erklerung —in deutsche Reime bracht. Wittenberg, gedruckt durch LorentzSeuberlich 1 £99, fol. Dieses Werk enthalt'4:UIolzschnitte. H. 6 Z.Br. 4 Z. 2 L. Die Gopien nach unserm Meister tragen das ersteZeichen, da man es auf den Originalien vorfand.

Die Bildnisse der sächsischen Fürsten wurden auch später copirt.Man findet daher sein Zeichen auch auf Blättern folgenden Werkes :Die Durchlauchtigste llochgeborne — Herzoge zu Sachsen — welcheIhr Recht, Regalien — —' geqeben haben. Jezo in ihrem Chur-fürstlichen Habit abgebildet — beschrieben durch Balthasar MentziumPoetam Caesareum. Wittenberg. In Verlegung Zacharias Schür.Dieses Work enthält acht Bildnisse von Churfürsten, und jenes desDr. Martin Luther. Sie sind von Moses Thym in Holz geschnitten.II. 10 Z. 4 L. Br. (i Z. 10 L.

2) Das Bildniss des Albert Dürer, halbe Figur nach rechts hintereinem Tische. Unten links auf dem Tische das erste Zeichen etwasschief gestellt. II. 5 /.. 0 1j. Br. 4 Z. 2 L. Oben steht in beweg-licher Schrift: Lebliche Contrafactur der bildung des HochberümbtenMalers Albrecht Dürers, welcher starb zu Nürnberg den VI tagAprilis, im Jar Christi M.D.XXVIIl. Seines Alters in Sieben nn'dfünfzigsten. Unten ist ein langes Gedicht von Paul Eber aufgedruckt:

Hie sieht man künstlich abgemalt ------. M. Paulus Eberus F. Anno

1572. Verse und Bildnisse umgibt eine Bordüre. ITiMic 10 Z. 6 L.Hr. 8 Z. 6 L.

3) Christus am Kreuze zwischen den Schachern, unten die hl. Männerund Frauen, nach Hans Burgkmair. Bartsch beschreibt dieses Blattim Artikel des Hans Burgkmair No. 10, erwähnt aber nichts von deinMonogramm I R, welches darauf vorkommt. Ks handelt sich also wahr-scheinlich um eine Copic nach Burgkmair, da das Blatt unsers Meistersum einen Zoll breiter ist. Es wurden acht Platten benützt, welchedas grösste Folio geben. IT. 32 Z. Br. 25 Z.

4) Die Erweckung des Lazarus. Links unten an einem Steinedas Zeichen. Dieser aus sechs Blättern bestehende Holzschnitt wirdim Blücbcr'schcn Catalog dem Gottfried Ringli zugeschrieben, es wir"sich aber um ein Werk unsers Meisters handeln. Wir haben das Blattnicht gesehen.

5) Das Urthcil des Salomon, in acht Blättern bestehend. Mit demdritten Zeichen. H. 25 Z. 11 L. Br. 38 Z. 7 L.

6) Die Niederkunft der Päpstin Johanna. Oben steht: Fraw Gilfberta, wardt ein Babsl zu Rom \ Anno Salulis ß4ö. Unten sin«