88 IP. Nr. 244-249.
Andrea della Robbia ans Tcsaro, nicht Eine Person Bern, Jcronimodella Robbia ging gegen 1U28 nacb Frankreich, und mit ihm erloschdas Geschlecht.
244. Jakob Petit gründete is:ii zu Paris in der Ruc Paradis-
Poissonniöre eine Porzellan-Manufaktur, und richtete mit
JJ seinen Produkten ein wahres Kunstmagazin ein. AlsI ~ einer der ersten Zeichner und Modellcure sah er stetsauf eine classische Reinheit der Form, und daher haben. . seine Figuren und Gruppen, und nicht minder die herr-lich bemalten Gefässe einen entschiedenen Kunstwerth. Seine Original-werke sind J. P. gezeichnet. Seit mehreren Jahren ahmt Petit dasSächsische Porzellan nach, und fügt auf diesen Produkten auch dasZeichen der beiden Churschwcrtcr bei, was sehr zu tadeln ist, da eineunreine Absicht zu Grunde liegt.
245. Johannes Petrejus, Buchdrucker in Nürnberg um 1828
I__ bis 1880, ist durch viele Druckwerke bekannt, auf
I-' t TD deren Titelblättern irgend eine Vignette als Zeichenm. , x. I der Officin zu betrachten ist. Sein Emblem stelltein verziertes Portal vor, unter dessen Wölbung eine Tafel mit derInschrift: Sermo Dei Ignitus El Penelrantior Quovis (lludio Ancipüi.Eine andere Vignette hat eine kreisrunde Einfassung mit dem Mottoals Umschrift. Eine aus Wolken reichende Hand halt das (lammendeSchwert empor, zu dessen Seiten die Buchstaben //' stehen.
246. Jehan Palier, genannt Marchant, war um IM!)—11)48 Buch--v/JTV drucker in Metz, und bediente sich eines Signets, welches
y{j.iSxp\ oben in Wolken die halbe Figur des ewigen Vaters zeigt,<-— f^ —' mit der Legende auf der Schriftrolle: SERVA MAMDATAl.X . DEI. Unten in der Mitte hält eine weibliche Figur dasSchwert, und erhebt den linken Arm. Rechts und links halten zweiEngel einen getheilten Schild, und unten in der Mitte ist das ersteZeichen. H. 2 Z. 8 L. Br. 2 Z Ein zweites Signet in einfachenLinien zeigt zwei weibliche Genien, welche die französische Lilieemporhalten. In der Mitte zwischen beiden stehen die grösseren Buch-staben. H. 2 Z. 7 L. Br. 1 Z. 10 L.
247. Unbekannter Zeichner und Maler, dessen Lebenszeit diebeigefügte Jahrzahl bestimmt. Brnlliotll. No. 287S »fand Zeichnungen mit verschiedenen Thicrköpfcn,welche mit der Feder umrissen und ausgetuscht sind.Auf solchen Zeichnungen kommt das Monogramm vor.
248. Unbekannter Zeichner oder Formschneider, welcher in• der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts thätig war. Sein
I 7\P Zeichen findet man auf kleinen Holzschnitten, welche franzö-I \ sischen Ursprungs zu seyn scheinen. Sie enthalten Darstell-ungen aus dem Leben und Leiden Jesu Christi. Das gegebene Zeichensteht auf dem Blatte mit dem Abendmahle des Herrn, II. 3 Z. 2 L.Br. 2 Z. 2 L
249. Unbekannter Formschneider, welcher in der ersten Hälfte102 | des *?• Jahrhunderts In Regensburg gelebt haben dürfte. DerI p Holzschnitt mit dem gegebenen Zeichen stellt das Basrelief
vor, welches im Hause des Hans Dollinger zu Etegensburg denKampf desselben mit dem Riesen Krako im Jahre 930 zumGegenstände hat, und wahrscheinlich nach einer alten Miniaturgefertiget ist. Im oberen Bogen sitzt Kaiser Heinrich mit demFalken auf der Hand zu Pferd, und die Umschrift besagt; FertMW