Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
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IP. Nr. 238-240.

mit dem Namenszeichen. Das Ganze angibt ein einfacher Bahnen mitBlätterwerk. Auf der Bandrollc steht: Jehan du pre. H. 4 Z. Br. 2Z.8 L. Viel grosser sind die Buchstaben der anderen' Vignette ohneNamen. Das Zeichen ist entweder weiss auf schwarzem Grunde oderumgekehrt. Die Form der Buchetaben ist so ziemlich dieselbe, undwir wählten daher das kleinere Zeichen.

238. Jehan Philippi, Buchdrucker und Buchhändler in Parisvon 1494—1!>I2, bediente sich eines Signets, welches inFoliobänden grösser erscheint, als hier gegeben. DieEinfassung rechts und links bildet ein Baumstamm, auswelchem Blätter und lilüthen hervorkommen. In derMitte stehen die Buchstaben //' mit dem Kreuze dar«über, und unten ist ein Zettel mit dem Spruche-. Innöie feie trinilalis. Diese Schrift ist eingedruckt. Dal

} Signet wurde auch noch spater beibehalten, mit der-

■ % selben Einfassung, und der Schrift im Zettel: :SCTE.VW. C TBINITATIS. Mit den gegebenen Buchstaben findetWS man dieses Buchdruckcrzeichcn in : Lex Fascetieux' < "^ J Devfa 4,es cent Nouvelles —. Paris 1049, 8.

239. Jehan Poitevin, Buchdrucker in Paris um 1498—liil8,schmückte seine Druckwerke mit Holz- und Metall-schnitten aus, und bediente sich als Bignet des ge-gebenen Schildes mit den Buchstaben / P. Unterseiner Presse ging ein jetzt höchst seltenes Horariumhervor. Auf dem Titel ist ein wilder Mann und einewilde Frau mit dem Schilde. Auf der Kehrseite istderCalendcr für 21 Jahre (1488—1508), und am Endesteht: Les presentes heurig furent aeheuees \ le XV

iour de may. Lan mil cccciiii ryrviii, 8. Ueber dieses Buch gehtMassmann, Literatur der Todtentänze S. 113, näher ein. Poitevinfügte den Schild nicht immer allein bei; zuweilen steht unter dem-selben der Name.

240. Jehan Petit, Buchdrucker und Buchhändler, war von1408—1541 in Paris thätig, und verbreitete einebedeutende Anzahl von Werken, welche theils aufdem Titel, theils am Schlüsse mit einer Vignettegeziert sind, deren Mittelpunkt immer das Signet/ P bildet. In der einen Vignette erhöht sich auf

schwarz punktirtem Grunde ein Baum mit weiss abstechenden Blätter-werk, und in den Acsten sitzt eine Eule, auf welche Vögel zufliegen.An diesem Baume hängt der Schild mit den verbundenen Buchstaben/ P von einem Löwen und einem Leoparden gehalten. Rechts undlinks am Rande reicht je ein Baum zur Hälfte mit dem Astwerk nachoben. Unten auf der Leiste steht: oIEHANo PETITo Die grössereVignette ist 2 Z. 10 L. hoch, und 2 Z. breit. Jene für Duodezwerkeist kleiner, und enthält dieselbe Vorstellung. Die zweite Vignette mitden zu den Seiten der Lilie im Schilde stehenden Initialen hat eben-falls einen schwarz punktirten Grund, und zwei sitzende Löwen alsSchildhalter. Der Baumstamm ist über den heraldischen Thieren miteinem fliegenden Bande geziert, und von den Seiten kreuzen sichgegen oben Aeste mit langen Blumenstengeln herein. Unten auf demgewundenen Bande: 1EHAN PETIT. H. 2 Z. 8 L. Br. 2 Z. Diekleinere Vignette hat eine ähnliche Vorstellung, mit dem am Stamm«hängenden Schilde unter dem gothischen Bogen. Jehan Petit bediente