Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
55
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IOH-IOHA. Nr. 149-150. SS

seligen Sohn, jetzt aesessen zu Bern auch, für ainmal inJahresfrist Zweihundert Pfund Schilling freyburger Währung.

Von da an erlischt jede fernere Kunde über den Maler Ha« FiM«,dagegen geben uns sechs Gemälde mit Darstellungen aus dem Lebender hl Marin in der öffentlichen Sammlung zu Basel Zeugniss seinesSchaffens in der neuen Heimath. Auf dem Gemälde der Geburt derMaria befindet sich das /eichen II F 111. No. 91S, und die Abbildungder Denier Münze unter dem Handzeichen /.wischen den Initialen liisstwohl mit, Sicherheit annehmen, dass diese Gemälde in und für Bernausgeführt wurden. Wir haben an der angezeigten Stelle die Bildernicht beschrieben, und gehen daher durch Hrn. Bis-Heusler in denStand gesetzt, darauf näher ein.

1) Joachim und Anna in züchtiger Umarmung unter der goldenenPforte, hier ein gewölbter Bogen.

2) Die Geburt der hl. Maria. Die Mutter, in einem prächtigenBette unter dein Betthimmel, reicht dem Kindlein die Brust, währendZubereitungen für ein Mahl getroffen werden.

3) Die Vorbereitung zum Opfer des Joachim. Ein knieender Mannin ärmlicher Kleidung überbringt einem sitzenden Manne mit Heiligen-schein ein Lamm, und eine dabei stehende ältliche Frau, ebenfalls mitHeiligenschein, deutet mit dem Finger nach dem Lamme. Im Hinter-grundc ist ein anderer armer Mann mit dem Lamme auf dem Arm.An eine ähnliche Begebenheit, wie diejenige, welche Dürer in seinerHolzscbuittfolge darstellt, ist nicht zu denken. Letzterer lässt denJoachim vom hoben Priester zurückweisen.

4) Der Besuch der Maria bei Elisabeth. Zaeharias grüsst dieAnkommende höflich aus dem Fenster des Hauses. Im Hintergründesind Mägde, welches das Gepäck nachtragen, und das Gebirge imGrunde ist mit Schnee belegt.

;i) Die Rückkehr von der Flucht nach Aegypten Maria und der.Tesusknalie sitzen auf dem Esel, welchen Joseph vor das Thor vonNazareth geleitet hat, wo wachthabende Soldaten höflich den Hut ab-ziehen, um sie wie alte Bekannte zu begrüssen. Die Landschaft ist.schweizerisch.

<i) Der zwölfjährige Jesus unter den Schriftgelehrten im Tempel,lauter würdigen Männern, deren Gesichtszüge Staunen und Bewunderungausdrücken. Der vorderste hat eine Brille auf der Nase.

Damit haben wir eilten Künstler eingeführt, dessen Name Jahr-hunderte der Vergessenheit anheimgefallen war. Auch in neuesterZeit schien es noch angethan, dass ein anderer an seine Stelle tretensollte, nämlich Heinrich h'assner III. No. !M!>. Wir haben ihn zwarnur muthmassllch hingestellt, die Vormuthung wäre aber gebliebenohne die glücklichen Bemühungen des Herrn llis-lleusler. Wer jenerHeinrich Fassner ist, und wie er unter die Künstler gekommen, istim Nachtrage zum dritten Bande No. 29114 gesagt.

149. Johann Hogenberg, Kupferstecher in Cöln, war um Hi9(t—T <JS jr j fi l" l(1 tliätig, und wir haben ihm schon unter einem"V * ^ aus HBH bestehenden Monogramme III. No. 7110

eine Stelle gewidmet. Er hintcrliess neben andern eine Felge vonzwölf Blättern mit Vögeln und anderen Thicron, welche ttaeila mit demMonogramme, theils /. H., lo H Fe et ex und loh. II. f. bezeichnet-em. II. :i Z. 4 L. Br. 4 Z. 7 L.

150. Johann Haag, Stompolschncider in Tcttnang 1740—1763,10. IIA. zeichnete Stempel mit der Abbreviatur des Namens.