Druckschrift 
5 (1879) SJ - Z
Entstehung
Seite
341
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WH. Nr. 1694 — 1897. 341

1694. Unbekannter Formschneider, welchor im 16. Jahrhundertin Sachsen thätig war. Wir konnon von ihm ein Wappen mit

V4H der Umschrift: Insignia Geiitilitia Nobüium a Beust. Dassolbo

befindet sich in oitiem juristischen Tractat dos Joachim von Beust

unf Blanitz, Leipzig 1597, 4°. Dio Schrift enthält ausserdem noch das

iu Holzschnitt ausgeführte Bildniss des gonannten Verfassers, welches

jedoch mit CK und HH bezeichnet ist.

1695. Wilhelm Hensel, Historien- und Porträtmalor, gob. zu

Trebbin 1794, gest in Berlin 1861. Untor H W,/ g %% Band 111. Nr. 1672 ist bereits ein Monogramm

Wr dos Künstlers niitgotheüt. Ausserdem bedionto

"Wy er sich noch der hier gegobouen Zeichen, wolcho/ auf Zeichnungen und Badirungen vorkommen.

Untor Andorn findet man dieselben in folgendem,\ * r aus 12 Hlätloru bostohenden Werke : Bio lebenden

V\/ Bilder und pantomimischen Darstellungen bei dem

Festspiel Lalla llookh, aufgeführt am 27. Jan.1821 auf dem Königl. Schlosse in Borlin, ge-stochen von T, Moyor, Mosos und F. Borgor.

1696. Willem Bieter Hoevenaar, Maler, gel), zu Utrocht 1808.Dieser Künstler malt meistentheils Interieurs mit Fi-guren in altspanischer otlor holländischer Tracht, so-wohl in Oel, als in Aquarell. Vergl. Immorzeol: DeLevon's on Werkon der hol. en vlam. Kunstschildors etc.

1697. Wenzel Hollar, einer der fruchtbarsten und geistreichstenKupferstecher, wurde 1607 zu Frag goboren. Kr warIaH ■ bOl■ ursprünglich zum Kechtsgolohrton bestimmt. Als aber** seine Familie in don Kriegswirren joner Zeit vorarmte,

ging or, seiner Neigung zur Kunst folgend, 1620 nach\vz/ Krankfurt zu Matthäus Morian , untor dessen Leitung er

sich zum Kupferstecher ausbildoto. Zu seinen orstonBlättern gehören eino Maria mit dem Kindo und einKcce homo. Dann bereisto er Deutschland und stach verschiedeneStädteansichten, die sehr boi fällig aufgenommen wurden. In Köln trafer 16843 mit dem Grafen Arundel zusammen, der ihn in soino Diensteund mit nach London nahm. Er stach hier zunächst einige Gemäldeder Arundel'sohon Galerie, sodann eine Reihe von Hildnisson, darunterdie der königlichen Kamilie: 1689 erschienen die 28 Blätter des Omatusnmliobris Anglieanus, denen er 1648 44 die übrigen Folgen weiblicherTrachten anreihte. Der ausbrechende Bürgerkrieg, in welchem er alsBoyaliet sich Verfolgungen ausgesetzt sah, zwang ihn, England zu vor-uwien, Er Hob nach Antwerpen, wo or acht Jahre weilte. 1669 kehrteder Künstler nach London zurück. Hier hatte zwar dor Sturm der Re-volution sich gelegt, aber die bald darauf einziehende Best, wie diegrosso Fouorsbrunst. welche dio Stadt verwüstete, licsseiv das Interessea n der Kunst nicht aufkommen. Trotz der ungünstigen Zeitverhältnissev orheirathete sich Hollar 1665 zum zweiten Male, aus welcher Ehe'Hehrere Kinder hervorgingen. Im .1. 1669 reiste er im Auftrag derRegierung als Zeichner nach Afrika, um Tanger aufzunehmen, und in»einen letzten Jahren beschäftigte er sich viel mit denn Stich archi-tektonischer Blätter für Dugdale's und Thoroton's Werke. Trotz seines