318 WC. Nr. 1576 —1578.
r* Kunst. Später weilte er wiederholt und längero Zeit in Italien,
W besuchte Aegypton, Syrien, Griechenland, wo er ein reichesStudienmaterial sammelte, wolchos er in grossen Aquarellenbearbeitete, Meist sind es Architekturen oder Landschaften mit charakte-ristischer Staffage, wolcho er in denselben vorführt. Seine mit Sorgfalt undvollendeter Tochnik behandelten Blättor fanden namentlich in Kngland,des llauptphVgcstätto dor Aquarellmalerei, eine sehr günstigo Aufnahme.Dor Kiinstlor lobt gegenwärtig in Leipzig.
Die obigen Monogramme sind Arboiton seiner Miinchonor Zeit ent-nommen. Seine spätoren Aquarcllon sind meist mit dorn vollon Namonbezeichnet. Selten kommon die Initialen vor.
1576.. Cäsar Willich, Maler, gob. 1825 zu Frankenthal in derRhoinpfalz, bildete sich auf der Berliner Akademio unter
W Schlesinger und in München unter Schorn zum Künstler
aus. Die politischo Bowegung in den Jahron 1848 und1849 veranlasste ihn, seinen Aufenthalt eine Zeitlang' in1 H 6 3 '' or Schweiz zu nehmen. Im J. 1856 bogab er sich nachAntworpen, später nach Paris, wo er einige Zeit imAtolior Oouture's malte. Von 1858 bis 1861 weilte er inItalion und nahm dann seinen Wohnsitz in München. In seinon Bildernbehandelt dor Künstler Gegenstände aus dor Mythologie, Geschichteund dem Alltagsleben. Soin obiges Monogramm ist einem kloinenGemälde entnommen, wolchos eino Römerin darstellt, die oitio Treppeherabsteigt.
1577. Unbekannter Formschneider, wolchor in dor zweiton Hälftedes 16. Jahrhunderts thätig war und u. A. Blätter nach Tobias
.v_ Stimmer'sclien Zeichnungen ausführte.
nV/ Irregeleitet durch dio incorroktc Wiodorgabo dos Mono-
graniines boi Brulliot, ist dassolbo von uns, oben unter Nr. 1193,an falscher Stelle und in falscher Form gegeben wordon. Eshestoht auch nicht aus don Buchstaben W G, wie Beckor moint, sondernaus W C, wie hier gezeigt. Wio boroits mitgethoilt, lindot sich dasZoichen auf zwoi Darstellungen in Joachim Moyor's: Fochtbuch, Strass-luirg 1570.
Violleicht ist unter dorn Zeichon C. Wunderdinger vorborgon, welcherin Basel thätig gewesen soin soll und von dem Holzschnitte im Künstler-Loxikon erwähnt wordon.
1578. Conrad Wiessner, geb. 1796 zu Nürnberg, war daselbst,
wie auch in Wion, Rogonsburg, Obcrstoin und Birkonfold
*jfö als Maler, Zeichner, Kupferstecher und Lithograph thätig.
Uobor dio Lebensverhältnisse des Künstlers ist unter den
< , ecit Initialen C. W„ Band II Nr. 823, ausführlich horichtet
™ / wordon; wir verweisen darauf und goben hier nur noch
zwoi Zoichen, doron or sich obonfalls bedionte. Dieselben
stohen, wio jene Initialen, auf don Blättern einer Folgo von Thioren,
wolche Wiessner nach Heinrich Roos radirte. Dio aus acht Blättern
bestchondo Folge orschien 1821 bei Herzborg in Augsburg.
Don im Künstlor-Loxikon verzeichnoton Blättorn Wiossnor's könnenwir noch folgendo Radirungon anreihen, wolche zu unsorer Konntnissgelangten:
Zwei Landschafton mit Häusorn auf einer Platte. Erster Versnobdes Künstlers aus dorn Jahre 1812. 8.
Dor Bauernknabo mit der kloinon Schafhcorde. Qu. 16.