Druckschrift 
5 (1879) SJ - Z
Entstehung
Seite
291
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W. No. MGI — 1462. 391

1461. Otto Wagner, Maler, insbesondere Architekturmaler, auchßadiror und Lithograph, geb. 1803 zu Torgau, gest. 18C1 zu

WDrcsdon, bediente sicli zuweilen dieses Zeichens. Wir sahenos u. A. nebst dor Jahrzahl 1885 anf einem skizzenhaft be-bandelten Oelgemälde, welches eine mit zwei Mönchen staffirteGruftkirche darstellte Häufiger aoeh zeichnete der Künstler seineBilder mit einem Monogramme, welches wir untorWü goben, anwelcher Stollo wir zugleich ausführlicher über des Künstlers Thätigkeitberiuhton werden.

1462. Wenzel von Olmütz, ein nach seinen Lebensverhältnissenanbekannter Goldschmied und Kupferstecher, welcher gegen Ende

W des 15. Jahrhundert« zu Olmütz in Mähren thätig gewesen soinsoll. Demselben werden von Bartsch, VI. p. .'11911'., 57 Blätter-nrr zugetheilt, Passavant, III. p. 183 ff., fügt noch 25 andereDiättor hinzu. Die Platten sind theils und zwar meist untenin der Mitte mit dem Buchstaben W, theils gtr nicht he-^ f ' zeichnet und nur auf einem oinzigen Stiche, dorn Tod dorMaria, nach Sobongauer, I'.. No. 22, ist der Name dos Wenzelvon Olmütz uoben dor Jahrzahl 1481 voll ausgeschrieben. Bartschglaubte in diesem Namen dou des unbekannten Meisters w gefundenzu habon, in welcher Annahme er durch einen in der Albertina befind-lichen Abdruck des von Schongauer ebenfalls gestochenen Schmerzens-mannes, li. No. 17, bestärkt wurde Auf diesem Blatt ist durch eineHand des sochszohnten Jahrhunderts bemerkt; „Dieser Stecher hatWenzel gohoisson, ist ein Goldschmied gewesen." Die 82 Blätter,welcho Bartsch und Passavant dorn Meister zugetheilt haben, zeigenoino sobr ungloieho technische Behandlung und die verschiedenartigstenVorbilder. Während einen grossen Thoil des Werkes Oopien, nachSchongauer insbesondere, sodann nach dem niederländischen Moistervom J. 1480 bilden, auch zwei Reproductionen altkdlnisoher Gemäldesich darunter befinden, ist der andere Thoil unter dem Einflüsse dermitteldeutschen, fränkischen Kunst entstanden. Vor Bartseh hat maudie Blätter verschiedenen Meistern zugeschrieben, so namentlich oinoAnzahl dem Wohlgeiuiith. Auch später haben sich einzelne Stimmengogon die liubrieiriuig von Bartsch erhohen. Abor erst gegenwärtigist man wohl allgemein zu dor Ansicht gelangt, dass unter dem ZeichenW nicht e i n Moistor, sondern mehrere, unter einander wesentlich ver-schiedene Künstler zu suchen sind. Fast könnte-man unter dem Zeichennur ein Verlogerzoichon vormufhen. Die zur Zeit noch ungelöste Fragenach dou Autoron dor verschiedenen Blättergruppen, in welcho das bis-bor dorn Wenzol von Olmütz zugeschriebene Werk zerfällt, ist nouor-dings hauptsächlich durch Thausing's Untersuchungen div Verhältnisseszwischen dem Meistor W und Dürer wieder angeregt worden. AusserThausing's Buch tlber Albrecht Dflrar vergl. namentlich auch A. Springer'aAbhandlung über den Meister W in der Zeitschrift f. bild. Kunst, XII,P. 1 ff., wie Ch. Ephnusi's Monographie über Jacopo de Barbari.

Das Zeichen W findet sich auf folgenden, von Bartsch und Passavanteingehender boschriebenon Blättern:

Loth und soino Töchtor. In dor Mitto das Zeichen. H. 7 Z. 9 L.,B r. 5 Z. 8 L.

Die Verkündigung Maria. Nach Schongauer. ]n der Mitto dasWichen. H. 5 Z. 11 L., Br. 5 Z. 8 L.

Dio Geburt Christi. Nach Schnnganor. In der Mitte das Zeichen."• 9 Z. 9 L„ Br. 6 Z. 4 L.

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