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\V. Nr. 1448 — 1453. 289
1448. Marken der Porzellanmanufaetur zu Berlin. Die Fabrik
wurdo iiral750 von Wilhelm Kaspar Wegely errichtet,
Wprosperirte aber anter demselben nicht sonderlich;orst in der Zeit dos siebenjIhrigen Kriogos, währenddie Meissner Mannfactur feiorto, begann sie aufzu-blühen. Die seltenen Arbeiten der orston Zoit, dorWogoly-Periode, von denen verschiedene das Museumder Mannfactur '/n Berlin noch besitzt, sind mit Woder WK bezeichnet.x y\ • X Auch die ältesten Erzeugnisse der 1718 ont-
\/ yr standenen Wiener Porzellanmanufaetur sollen
mit dem Buohtaben W gezeichnet sein.
1449. Marke der Porzellanmanufaetur zu Weesp bei Amsterdam!
Die Fabrik wurde 17(i4 durch den Grafen Gronsvcldt-Diepenbroek gegründet und war die erste Porzellan-Fabrik Hollands j obgleich sie treffliche Arbeiten lieferte,mussto sio jedoOh schon 1771 ihren Botrieb wiedereinstellen.
14.)0. Diese unbokannto Signatur, einem Zeichner oder Form-sehneider angehörend, findet sieh auf dem Holzschnitt
eines Kalenders von 1518, Gegenstand der Darstellung istein lütter, welcher sein Schwert gegen don Gott der Liebezieht, der ihm von einem Weibe entgegengebracht wird.Auf dor Schabrake des Pferdes stellt der Buchstabe W. Der mittel-massige Holzschnitt bildet don Schiusa des Kalenders; ebenso iindotsich an dor Spitzo desselben ein derartiges Bild mit dor Anbetung dorKönige. Gedruckt ist dor Kalender von Wolfgang Hubor in Nürnberg.Pol. obl.
1451. Unbekannter Formschneider, welcher in der zweiten Hälftedos 16. Jahrhundert« thäfig war. Das Zoichon stellt auf dorn
MBildniss eines Gelehrten und Ist bereits unter Nr. 1440 dos vorigenBandes mitgetheilt, wo auch das erwähnte Büdniss beschriebenworden. An joner Stollo ist das Zeichen für ein umgekehrtesM genommen; da man dasselbe auch, wie von einigen Seiten geschehen,als ein W deuten kann, so glaubton wir os liier wiederholen zu sollen,
1452. Unbekannter Meister dos 16. Jahrhunderts, welcher dem
Styl seiner Oomposition nach der oberrheinischen"AT//" . Schule angehört,
vv* 1515. Bartsch VII. p. 455 beschreibt oinon Holz-
schnitt, auf welchem sieh das nebenstehende Zei-chon mit dor Jahrzahl befindet. Dm Blatt führt die hl. Jungfrau, auf'lor Mondsicbol stohond, vor. II. 7 Z., Br. 1 Z. 10 L.
Nocli giobt Passavant HI. p. .'S.% von einem zweiten Holzschnitt"dt obigem Zeichen Kunde. Letzterer stellt den Erzengel Michael dar.Er steht, stark bewegt, auf AVolkcn und hält in dor rechten Hand einBohwert, in dor linken cino Waage. In der einen Sehaale derselbenbefindet sich ein Gerechter im Gebet, in der andern ein Teufel. H. 7 Z.H L., Br. 5 Z. Exemplare dos Blattes besitzen dio Albortina zu Wien""d die Frankfurter Sammlung.
1453. Unbekannter Kupferstecher, von wolchom man folgendes"Utt kennt: Ein Soldat hält das Pferd eines nach rechts sich wendenden
Monogrammluten. B<1. V. 19