Druckschrift 
5 (1879) SJ - Z
Entstehung
Seite
193
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V. No. 969 — 969. 193

leitet, schrieb Christ S. 351 das Blatt dorn Tizian Vecollio zu. DJ« Ab-drücke mit Viecori's Adresse sind späterer Art.

959. Unbekannter Kupferstecher, der Zeit und Etiohtung Dttrers

angehörend. Kr bediente sieh, Dich BrulliotII. 2918, dieses Zeichens auf einem Üildniss.Das Zeichen, wie hier mitgetheilt, aus einem Butebestehend, in welchem sich der Buchstabe V be-findet, dürfte ein Robus sein; vielleicht hiess derKünstler van Hut oder ähnlich.

960. Vischer wird als Schüler des Lucas Cranaoh genannt, man

fand jedoch bisher noch keine Notiz über seine Lebens-•/ £? ry c\ Verhältnisse. In der Gallorie zu Gotha ist ein BildnissIQ / A-r 'los Churfürsten Johann Friedrich mit Herzog Krnst■ ^^ von Lüneburg beim Schachspiel. Vor der Uostauration

I /*** war auf der Rückseite ein aus PVI bestehendes

V Monogramm mit Faciebat 1549. Man glaubt jetzt,

dass dieses Getnäldo von Vischer sei, und Schuchardtvormuthet daher, dass dor Künstler Peter geheissen habe. In derStadtkirche zu Weimar befinden sich drei Porträts von Dr. M. Luther:als Äugastinermönch, als Junker Jörg und als Doctor in seiner ge-wöhnlichen Amtstracht. Auf dorn einen Bilde steht das obigo Zeichenmit der Jahrzahl 1572, worunter man den Vischer versteht.

Man hält auch einige Holzschnitte für Arbeit Vischer's, wie dasPortrait der Pfalzgriilin Susanna mit dem Buchstaben V und lfitif), unddas der Pfalzgräfin Elisabeth mit derselben Jahizahl. Sio befinden sichin oinor Sammlung von sächsischen Pursten unter dem Titel: Abcontra-factur vnd Bildnis aller Gross- Hertzogen, Chur- vnd Fürsten — —.Wittenberg durch Lorentz Senherlich 1509 Ein grosser Theil dor Bild-nisse sind Copien dor bekannten Bohnellbolts'sohen Sammlung.

961. In dor Sammlung dos Prhrn. (!. Kolas du Kosey, welche imJ. 18U4 in Leipzig zur Auction kam, befanden sich Seen* auf

"\if Pergament gemalte, ausdrucksvolle Bildnisse mit Gfouaohefarbesminiaturartig und ganz im Charakter der Schule des älterenCranach behandelt. Das eine liildniss stellte den Hesshusius, DoctorTilemannus, Bischof von Sameland und berühmten Reformator, geh, 152G,gest. 15MS, dar. Gürtolhild im Priestorkloido, mit beiden Händen Bücherhaltend. Auf dorn Polde dio Jahreszahl 1571 und das obige Monogramm,nebst 1(! Zeilen Autographe mit Unterschrift auf dor Rückseite. H. ö Z.10 L., Br. 3 Z. 11 L.

Auch diese Bildnisse dürften dem im vorhergehenden Artikelgenannton Monogrammisten Vischer aus dor Cranach'schen Schule an*gehören.

962. Nach v. Mochel's Catalog, p. 210 No. 29, stoht dieses Mono-gramm dos Willem van de Velde, nebst der Jahreszahl 1(113,

~\\T* auf einem Soostück der Wiener Gallorie. Nouero Cataloge

V\ der Sammlung führen das Bild nicht mohr auf. Es ist dabei

zu bomerkon, dass Willem van do Velde, der Vater, nicht in

Oel gemalt hat, sein gleichnamiger Sohn hingegen damals erst zolin

Jahre alt war. Es muss sich hior also, wie auch Brulliot bereits ho-

niorkt, um einen andern Moistor handoln. Man könnte an J. Vonk denken.

963. Nach Papillon I. p. 353 findet sich dieses Zeichon auf einem^-—^r, schlechten Holzschnitt in einer lateinischen Ausgabe des

/^VT f Virgil, in Fol., mit der Adresse: Lugduni ab Jacobo Sachon.

MonogrammlBtem. Bd. V. 13