T R. Nr. 823 - 826. 167
den 61. Psalm eingravirt: Sitivit. aniina. mea. ad. Dcum etc. AmBügel ist das obige Monogramm de« Vorfertigers oingravirt. Letzterer,dem 16. Jahrhundert angehörend, ist unbekannt.
823. Buchdruckerzeichen dos Theodor Rihel zu Strassburg,
16. Jahrhundert. Die Figur der Massigung, mit
Winkclmaass und Zaum in den Händen, auf einemstoinomon Postament vorn in einer Landschaft stehend.In letzterer sieht man rechts im Hintergrund einschlossartiges Gebäude. In einer Innen ovalen, aussonvioreckigen Zioreartoucho. Oben an derselben sitztrechts dio Gerechtigkeit mit Schwert und Waage, links die Miissigung,wolcho Wassor in eino Woinurno giesst, unten zwei Genien, der eine,links, mit Pfoil und Bogen, der andere mit Kränzen. Unten in derMitto dio obige Namenschiffre Rihols. Die Zeichnung zu dem Ganzenist von Tobias Stimmer, dessen Zeichen jedoch nicht darauf zu findenist: das Monogramm B V ganz unten ist jenes des Formschneiders,H. 4 Z. 10 L.; Br. 8 Z 11 L. Eine Kopie des Symbols gibt Lacruixin: J.e Moyen-Age et la Renaissance V.
824. Dieses Zeichen fand Borner auf dem in Holz geschnittenenBildnisse dos Johann Pfofflnger, Dr. theol. und Professors zu
rr- Leipzig. Kr ist in halber Figur mit dein Buche in den
JX_ Händen dargestellt, und das unten beigedruckte lateinische
' ■ >' ■■ "■•» ■ Gedicht hat die Adresse: Wittebeigae, apud Martinum Bru-
nonem. Rechts unten ist das liier vergrösserte Monogramm,
Das Blatt ist nicht ungeschickt geschnitten, jedoch scheinl eine Bohlechte
Zeichnung als Tsrlage gedient zu haben.
825. Theodor Romhouts, Muler und Radirer, geb. zu Antwerpen1597, gest. ebenda 1687, Schüler von Abraham Janssen, ging
ng 1617 nach Italien und wurde nach seiner Rückkehr in Ant-
f\,. werpon als freier Meister diu' St. Dueasgildo am 8. Februar
1625 aufgenommen.Die Kunstsammlung Rolas du Rosey, welche 1864 in Leipzig ver-steigert wurde besass einige Handzeichnungen von Rnmbouts. EinEntwurf darunter, mit Feder und Bister ein Reitorsoharmiitzel lebendigvorführend, war mit dem obigen Monogramme bezeichnet. Br. 6Z. 9L.,II. 4 Z. 2 L.
826. Joseph Theodor Richomme, Kupferstecher, geb. zu Baris
_____ 1785, gest. ebenda 1849, bildete sich anfanglich zum Maler
* IV aus, widmete sich aber bald ausschliesslich der Arbeit des
Wj Grabstichels und erhielt sehen 18(16 den grossen Preis dor
Akademie. Kino Reihe von Blattern folgte, welche alle das
Gepräge dor Meisterschaft tragen. Die HauptMattei sind
I D' im Künstler-Lexikon genannt. Richomme bediente sich su-
i"L\j weilen der hier mitgetheilten Zeichen. Das erste findet sieh
auf einem Blatte nach einem Fresko Raphaels, Adam und
Eva unter dem Baume vorstellend; II. 11 Z, 6 L., ISr. 12 Z. Das zweite
Zeichen steht ebenfalls auf einem Stiche nach Raphael, bekannt unter
dem Namen: La viergS de L'orette. Maria hehl, von dem vor ihr
liegenden Kind den Schleier, hinter ihr ist Joseph, Man sieht, das
Monogramm unten rechts. Dio ersten Drucke sind ohne das Zeichen.
H. 14 Z., Br. 12 Z.