Druckschrift 
5 (1879) SJ - Z
Entstehung
Seite
148
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»48 Tl. Nr. 710 — 715.

710. In Stollwag's Monogrammenlexikon wird dieses Zeichen dem

Maler und Radirer Johann Thomas, einem Schüler des Rubens,

•y geb. 1610 zu Jfpero, gest 1672 zu Wien, zugothoilt. Bio in

r I dem genannten Werke dem Monogramme beigefügte Jahr-

/ zahl 1828 müsste dann ein Druckfehler sein und seilte viel-

leicht 1628 heissen, obgleich der Künstler damals immer erst18 Jahre alt gewesen wäre. Brulliot, 1. 2720 b, ist der Meinung, dassStollwag in seiner fluchtigen, fehlerhaften Arbeit wohl von einem Frank-furter Landschaftsmaler Johann Thomas, welcher in der ersten Hälfteunseres Jahrhundorts tliätig war, habe sprechen,wollen. Uns ist dasZeichen nicht vorgekommen ; auch haben wir weder im Künstler-Lexikon,noch bei do Laborde, noch in Woigel's Katalogen, noeli in van derKellen's Publicatiouen, wo überall Radirungen und Schwarzkunstbliit,lei-des Thomas von Ypern verzeichnet sind, eine Andeutung gefunden, dassich der Meister dieses Zeichens bedient habe.

711. Jonas Thiebaud, Stenipelachneider, geb. zu Genf 1695, ar-beitete in seiner Vaterstadt, zu Neuenburg, Stuttgart, 8t.Gallen,

rri Appenzell und Augsburg, wo er 1769 starb. Er bediente

sieh auf Geprägen, ausser den Initialen IT, auch zuweilen

[los hier mitgetheilten Monogramms. Vorgl.: Sammlung berülunter

Medailleurs und Münzmeinter nebst ihren Zeichen. Nürnberg 1778.

p. 92.

712. Binet, Porzellanmaler an der Manufactur zu Sevros in dorZeit von 1753 bis gegen 1800 thätig.

T

713. Johann Teufel oder Thüfel, Formaebneider von Witteriterg,

welcher in der zweiton Hälfto dos 16. Jahrhunderts lebte, ist

T" 1 unter Nro. 483 des vorigen Bandes bereits eingeführt und wirverweisen auf jenen Artikel. Es sind dort die Werke genannt,in wolchen Holzschnitto mit dem Monogramm vorkommen, Brulliot 1.2721 tlieilt letzteres, aber wohl irrig, dem Jacob Lucius CoronaTransylvanus zu.

714. Unbekannter Kupferstecher, dessen Manior an jono desMeisters S. erinnert. Vergi. Nro. 3S62 d. vor. Bandet. Möglich

X dass or aus des letztoron Schule stammt. Zeichnung und Bo-

Tj 1 wogung ist gut, aber die Führung dos Grabstichels hat etwas

&■ Ungelenkes und Ungeübtes. Passavant, III. 87, beschreibt, unter

obigom Zeichen, von ihm folgendes Blatt :

Bio Barne und dor Pago. Sie sitzt und der vor ihr knioende junge

Mann ist beschäftigt ihr oinon Strumpf anzuziehen, während sie lachend

zuschaut. Bio Baine reicht ihm oin Strumpfband mit den Worten:

monlez mieux. Zur Seite des Pagen hängt ein Schildehen mit dem

Monogramm. Medaillon von 1 Z. 6 L. im Durchmesser.

715. Stempel eines englischen Goldschmiede!.

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