Druckschrift 
5 (1879) SJ - Z
Entstehung
Seite
144
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144 TH. Nr. 692 — 696.

einer Landschaft vor, wie sie zwischen ilem Täufer und S. AntonioAbbate das auf einer Decke liegende Christuskind küssend anbetet;ihr zur Seite spielt oin Engel die Mandoline. Ausführlicheres überden Meister und soine Eichtung theilt O. Mündlor in der neuen Aus-gabe des Allg. Künstlor-Loxikon's mit.

692. Diese Signatur steht unten auf oinom soltcnonBlatt, welches im

italienischen Charakter componirt undThomaSSitl Lothar. pitlX. gestochen ist. Es stellt Christus dar,

von den Henkern an das Krouz ge-führt. Qu. Pol. Unter der Signatur dürfte dor Franzose Thomassinzu suchen sein und zwar der ältere diesos Namens, welchor gegen 1536geboren wurde. Derselbo hat auch in Kupfer gestochen. Leider istnichts Näheres über den Künstler bekannt.

693. Thomas Schnops, ein Zeichner, der um 1610 in Deutschland

thätig war. Johann Daniel Thor Portten, einThom. Sehn. del. ebenso unbokannter Kupferstecher, von welchem

bereits in diesem Werke die Rede war, hatnach Schnops eine Folge von Blättern biblisch allegorischen Inhaltsgostochen. Dio Stiche scheinen einem Bucho anzugehören. Auf diosenStichen kommt obige Namenskürzung und auch der voll ausgeschrie-bene Name des Zeichners vor.

694 Johann Jacob Thourneyssen, Kupferstecher von Basol, geb.

1636, gest. 1718, ist bereits eingeführt. Mit der hior go-

Thour. sc. gebonen Namenskürzung signirte or ein Blatt nach J. Miole:

die Büste eines Mannes mit Lorbeerkranz in einem Oval.

Kl. 4. Das Blatt ist in dor Weise des Claude Mellan gestochen.

695. Thomas Picquot, Kupferstochor, welcher um das Jahr 1687in Frankreich thätig war. Dumesnil, welcher

"r.r-| des Künstlers Work boschreibt, hält ihn fürJpf^\ einen Schüler des Marin Le Bourgeois, Hof-----------' maiers Heinrich IV. undVLouis XIII. Der ge-nannte Schriftsteller kennt 14 Blätter, worunterdas Portrait des Marin Lo Bourgeois. Dieübrigon Blätter, von 142 bis 162 millim. Höheund 66 bis 73 millim. Broite, enthalten Orna-mente für Goldschmiede, Ebenisten etc. Einigedieser Blatter tragen die obigon Monogramme.

696. Friedrich Paul Thumann, Malor und Zeichner, geb. 1834

zu Tschacksdorf in der Lausitz, bildete sich auf der15 _£> Berliner Akademio und von 1856—60 in Drosden, wo

Ov^, "^2 er unter Leitung .T. Hübnar's seine ersten grüssoronBilder ausführte. Von 1866 an war er eino ZeitlangLehrer an der Kunstschule zu Woimar. Gegenwärtig ist er Professor-in Berlin. Nebon verschiedenen Gemälden, dio er schuf, und unterdenen ein Cyklus von Darstellungen aus Luthers Lobon für die Wart-burg hervorzuheben ist, bethätigte der Künstler soin frischos, anmuthigesTalent besonders als Illustrator. Die obigen Monogramme finden sichauf Holzschnitten, zu denen er dio Zeichnungen lieferte. Das ersteZeichen steht auf einem Schnitt zur Erzählung: Josoph Haydn, in derZeitschrift: „Deutsche Jugend"; das zweite Zeichen auf Illustrationenzu Goethe's: Wilhelm Meister's Lehrjahre. Die Zeichen waren eigentlichunter P. T. zu geben; wir tragen sie hier nach.

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