132 TF. Nr. 626 — 680.
Verlage de» Sigmund Feierabend, der - dio Platten an sich gebrachthatte. Die Ausgabe von 1585 hat einen neuen Titel mit einer von Jos!Amman radirten Einfassung. Nach dieser Ausgabe findet sich dasWerk im „Deutschen Pointre-Graveur", von A. Andresen beschrieben.Die beiden letzton Ausgaben erschienen 1638 hei .lanson in Amsterdamund 1671 zu Utrecht.
Nach Nagler sollen sieh noch Blätter von Fendt in folgendemWerke finden : Neue Künstliche Wohlgerissene, und in Holz geschnit-tene Figuren etc. Frankfurt in Verlegung von Vincentii Steinmever 1622.qu. 4. Abdrücke von alten Platten.
626. Unbekanntes Beschauzeichen einer deutschen Goldschmieds-Innung. Ueber den Buchstaben befindet sicli eine Kaiseikrone
T. P. und in der Mitte ein Adler.
627. Giovanni Antonio Toda, Medailleur, um 1750 — 1765 ander k. Münze in Wien thiitig, signirte mit T. F(ecit). Wie
T F. bereits erwähnt, bediente or sich auch der Zeichen J. T. oderG. T. F.Auch ein unbekannter französischer Stempelschneider zeichnetemit T. F. eine oinseitige Medaille mit einem über dor Waage schwe-benden Adler. Dio Medaille wurde in Bordeaux geprägt.
Ferner gibt es Münzen, auf welchen das obige Zeichen mit ThomasFischer zu erklären ist. Dorselbe war Endo des 17. JahrhundertsMtinzmeistor in Harzgerode.
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628. Eine Medaille auf Alexander VII. trägt dieses Zeichen,
welches sich auf don römischen Medailleur Giovanni
Francesco Travani beziehen dürfte. Er war gegen Ende
• I' ■ r . j es 17. Jahrhunderts thätig und bediente sich auf anderen
Medaillen der Bezeichnungen G. T T. odor .1. F. T. F.Ob der Namo Travanus, der sich ebenfalls auf Münzen findet, unsernKünstler odor seinen Bruder, Antonio Travani, andeutet, muss dahin-gestellt bleiben.
629. Flaminio Torre oder Torri, Maler und Radirer, war ein
Schüler Guido Reni's und Cantarini's und starb um 1661
p-r-i j -r-* zu Modena. Man findot das hier gegebene Zeichen auf
_ü L JC einem radirten Blatte, welches dio heil. Jungfrau mit dem
Kinde und den kleinen Johannes in einer Landschaft zeigt.
Der Jesusknabe hält einen Vogel am Faden. Dem Zeichen, links unten,
ist die Jahreszahl 1638 beigefügt. H. 6 Z., Br. 8 Z. 5 L. Bartsch,
XIX p. 213, beschreibt sieben eigenhändige Radirungen des Künstlers.
630. Unbekannter Kupferstecher. Dieses Zeichen, in wolchom
man dio Buchstaben tf T hat erkennen wollen,/U \V J\y/- un<1 das vou Bartsch, VI. 411, mitgetheilt wird,[LAW findet sich auf der Kopie eines Stiches von Martin
' Schongauer. Der Kopist ist nicht bekannt. Das
Blatt stellt don heil. Christoph dar, wie er aufseinen Schultern das Christuskind durch einen Fluss trägt. Im Hinter-grunde rechts, zwischen Felsen, sieht man einen Eremiten. Das Zeichenist unten in dor Mitte, darunter steht: Quad exeudit. H 5 Z 11 L ,Br. 4 Z.