Druckschrift 
5 (1879) SJ - Z
Entstehung
Seite
118
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118 TB. Nr. 562 — 564.

legung Christi in S. Pietro in Montorio zu Rom wiedergab, ist bezeich-net: „Thod. Bab. pinx. sup. licontia".

Wo der Künstler mit soinom vollen Namen signirt hat, schreibt erdonsolhen stots: Baburon.

562. Dieses Zeichen findot man auf einem radirten Blatto von.^ Johann Friedrich Morgenstern, wolchor wahr-

ff? « r>Ms) tif<LiAi schoinlich ein Gemälde von David Toniors zum

-^-T ^^ JT Vorbilde hatte. Das Blatt stellt das nach rechts

gewondote Brustbild oinosBauors vor, mit spitziger

Naso und weit geschlitztom Munde. Jn seiner Mützo stockt die

Thonpfeifo, und links obon ist die gegebene Bezeichnung. H. 2Z. 9L.,

Br. 8 Z. 2 L.

Wir haben im Künstler-Lexikon mehrere Blättor von Morgensternverzeichnet, das obige untor Nr. 18.

563. Theodor de Bry, von welchem bereits ausführlieh die RodeT D /7VK war ' so ^ s ' cn aucn a ^ 8 Goldschmied bethätigt haben.

I D ■ (üCE> ■ Es sind wenigo Arboiten, auf wolcho sich dioseAnnahme stützt. Dazu gohört namentlich oin vior-eokiger, silberner Spiegelrahmen im k. Grünon Gewölbe zu Dresden.Derselbe zeigt, auf einom in zierlichen Arabosken durchbrochenen undgestochenen Grande, fünf vergoldete Medaillons mit gravirten Dar-stellungen, wolcho sich auf den Gobrauch dos Spiegels boziohon. DasWerk trägt, nebeneinanderstehend, dio hior wiodergegobenon Signaturen,von donon dio oino: T.B. dorn Theodor do Bry angehört, während dieandere, aus Q.M.S gebildot, einom unbokannton Goldschmied zuzu-thoilen sein dürfte. Wahrscheinlich rührt von letzterem auch dioeigentliche Goldschmiedearbeit hör und von do Bry ist nur die Zeich-nung zu dem Ganzen und vielleicht dio gravirto Arboit.

564. Gerard Terburg, oder richtiger, wie er sich schrieb, TerT OVRC Borch oder Ter Burg, geh. zu Zwoll 1608. gest. zuI . nVIvu. Devonter 1681, ist, in seinen anmuthig erfundenen,

fein gestimmten Oonversationsstüekon, einer dar liebens-würdigsten und gediegensten holländischen Genremaler. Ueber dirMonogramme, deren er sich bedionto, ist bereits gehandelt. ObigeBezeichnung findot sich auf einom Bilde in der Galorio dos Louvre.botitelt: „das Concort". Dio ziemlich verwischte Signatur ist an derLohno des Stuhls, auf welchem die junge Frau sitzt, angebracht.

Die Preise für die Bilder des Meisters sind in den letzten Jahrenungemein gestiegon. Auf der Morny'schen Versteigerung wurde einziemlich verdorbenes (jeniäblo von drei Figuren mit 40,00') Francs be-zahlt; ein kleines männliches Brustbild erzielte auf der VersteigerungSalamanca 14,000 Francs; bei Dolcsscrt brachte das Kniestück einestrinkenden Mädchens, von zweifelhafter Echtheit, 45,000 Frcs. Bei derVersteigerung der Sammlung Demidoff endlich wurde das Miniatur-Porträtbild der Treunehmer an den Friedensverhandlungen zu Münster.von dem Marquis von Hertfort für 180,000 Frcs. erstanden. Aus demBesitz des lotztoren ging es au Sir Richard Wallace über, welcher dasberühmte Bild im Jahre 1871 der National-Galerio zu London schenkte.Das Bild ist, wie hier noch bemerkt seiti mag, von dem Künstler infolgender Weise signirt: (j . 'I'. Borch, F. Monasterii, A. 1048,