T. Nr. 488. 101
London berufen, wo or später Crockor's Stello als Obergraveur an derk. Münze «hielt.
Thomas Peter Thiebaud, Stempelschnoidor. Er war, geb. 1727, einSohn des oben erwähnten Jonas Tliibaud. und arbeitete in Augsburg.Neuenburg, dann von 1758—1761 in Solothurn und von 1762 — 1780wieder in Neuenbürg.
Samuel Tomschitz in Frankfurt a. M., wurde 1826 Wardoin, 1841Münzincistor.
Jonas Thiebaud, Medailleur, geb. zu Neufohatel 1690, war Schülervon Dassier in Genf, und arbeitete"für nielirere Münzstätten.
Auf seinem Gepräge steht der Buchstabe T., und auch I T.Thiebaud starb zu Augsburg 1769.
Pierre Joseph Tiolicr, Medailleur, geb. zu London 1768, Schülervon Duvivior in Paris, zeichnete sieb durch zahlreiche Werke aus. ImJahre 1803 zum Graveur goneral der Münzen dos Reiches und desCanzleramts ernannt, war or dreizehn Jahre für die französische Regie-rung thätig. Kr starb 1819.
Die Medaille auf Napoleon, Kaiser von Frankreich, vom 22. Sopt.1804, mit dessen lorbeerbekränzten Kopf, ist mit dorn Buchstaben Tbezeichnet.
Ueber seine anderen Arbeiten giebt das Lexikon Auskunft. Wirtragen den dort genannten noch nach:
Eine Medaille mit der geflügelten Liberias und der Umschrift:Elle fera la tour du monäe. Diese Münze scheint vor dem 9, Ther-Eriidor an II (27. Juli 1794) geschlagen wurden zu sein: zur Zeit alsdie Gewall noch in den Händen der Mmitagne war. Abgob. i. „Tresorde Numismatique. Med. de la rovolution fr.", pl. 53 Nr. 6.
Bin* Medaille mit einom Adler und der Schrift: Liberti Eijaliti'.auf der einen Seite, auf der anderen mit: Prix litternire du Musce,ist T. F. bezeichnet und rührt wahrscheinlich ebenfalls von Tiolior her.Abgeb. im „Tresor etc.".
Pierre Nicolas Tiolier, Medailleur, Edelsteihtohneider und Bild-hauer, der Sohn des Obigen, wurde 1781 in Paris geboren und vondem Bildhauer Dojoux im Modelliren, von .leulfroy im (jruviron edlerSteine und von seinem Vater in der Stempolsehnoidekunst unterrichtet.Im Jahre 1805 erhielt er als Kdelstoinsehneider den grosson Preis dorAkademie und ging als Pensionär derselben nach Rom. 1816 wurdeBT an Stelle seines Vaters zum Graveur goneral des nionnaies et de laOhanecllorio ernannt. Nach Schlickoysen bediente or sich auf Stempelndes Buchstaben T. als Namenszeichen,
Mit dem Buchstaben T. sind noeh folgende zwei Münzen signirt:
Ein schiiner Thaler auf den Regierungsantritt des Fürsten WilhelmFriedrich Ernst von Bückenburg. Mit dessen Brustbild und Wappeniiti'l der Jahreszahl 1748.
Kin Thaler mit dem Bildnisse des Pursten Franz Xaver von Mojiifort.Mit Wappen und der Jahreszahl 1759.
Das Zeichen auf diesen Münzen kann sich auf den MedaillourGiovanni Antonio Toda beziehen, der von 1750—1765 an der k. MünzeZU Wien thätig war und mit dem Buchstaben T. signirte.
488. Medardus Thönert, Zeichner und Kupferstecher, geb. zu
Leipzig 1754, gest. ebenda 1812. Fr hatto sich ursprüng-
J^jr , üch der Wissenschaft gewidmet, verHess aber die, Universität
'J ec: und Wendete sieh unter Oeser der Kunst zu. Banse uiiter-
j7y£ richtete ihn im Kupforstochon.
Er radirte und stach verschiedene Blätter, grösstenteils