SV. Nr. 403—408. 85
403. Sigismund Vogel, ein Landschaftsmaler, welcher Ende des
vorigen und Anfangs dieses Jahrhunderts in WarschauW \f thätig war. Nach dein Künstler - Lexikon lebte er von
1770-1818. Nach seinen Bildern and Zeichnungen, meistlandschaftlichen und.architektonischen Prospocton, ist viel gestochenund lithographirt wurden, so von Frey. .1. Schuhmann, ('. A. Richter,Uonoist, ,1. Slawinski u. A. Auch sind uns zwei eigenhändige Stichedes Künstlers bekannt: eine Ansicht der St. Annenkirche zu YVilna,nach Kr. Sinuglowicz, 1807, Pol., und ein weihliches Porträt, nach Jul.Niemcewiez, 8. ohl. l>io Arbeiten Vogel's, wie die von Anderen ge-fertigten Nachbildungen derselben, sind meist mit dem Namen bezeich-net, wobei jedoch der Vorname zuweilen mit X und Zygm. gesehriebenist. Aber auch obige Initialen kommen vor, so auf einem litnographirtenWatte mit der Unterschrift: Widok Bäcederu, Pol.
404. Simon do laVallee, oder Valoe, Valö, Kupforstechör, welcher
in der ersten Hälftodes 17.Jahrhnndorts zu Paris thätig war.S. V. SC. Kr hat eine folge von vier Landschaften, in Pol., nach
l'oussin gestochen, Das erste Blatt trägt .den, NamenValUe; dio andern Blätter sind unten rechts mit 5. V. signirt,
405. Sebastian Vonillomont, ein französischer Zeichner undKupferstecher des 17. Jahrhunderts, von dessen Monogrammen
S. V. bereits die Rode war. bat mit den Initialen verschiedeneBlätter signirt. welche sieb in Robert-Dumesnil's „P.-grav.franc." 111. p. 3 ff. beschrieben linden.
406. Ferdinand do Saint Urbain, Medailleur und Architekt, geb.
zu Nancy 10r>4. bildete sich in München, wie später&• ». in Koni, unter llcnerani's Leitung, vornehmlich zum
o \r |,p Stempelschneider aus. Nachdem er eine Zeitlang
im Inensto der Stadt, Bologna als Graveur ge-ig VI{. arbeitet, wurde er als solcher und zugleich als
[nBpoctor an der päpstltchefi Münze in Rom an-S. VRBA. <>I\ gestellt. Im Jähre 1708 wurde der Künstler vom
Herzog Leopold von Lothringen nach Nancy be-rufen, wo er bis zu seinem I7.'is erfolgten Tode thätig war. Ausserpäpstlichen Medaillen lieferte er eine Folge der Herzoge von Lothringen,verschiedene Schaumünzen auf das Haus Orleans, für Speyer, die Chur-pfalz, Cur einige italienische Pursten, Cardinäle u. s, w. Auf seinenGeprägen stehen die Buchstaben F. D, S. V. oder such die obigenSignaturen.
Auf lothringischen Medaillen, insbesondere auf solchen der oben-erwähnten Folge von lothringischen Herzogen, bezieht sich das S. V.auch auf Claude Ani/icstin du St. Urbain, welcher der Sohn des Vorigen
war und als Medailleur ebenfalls an jener Folge mitgearbeitet hat. Erstand im Dienste des Herzogs Franz II. von Lothringen, und ging, alsdieser als Franz I. den 'Thron bestieg, mit ihm nach Wien.
Auch auf Medaillen mit Bildnissen Peters des Grossen begegnet
man dem S. V.
407. S. Vanderhecht, ein belgischer Formschneider, von welchemuns Arbeiten in illustrirtcn Schritten aus den vierziger Jahrenmit der hier mitgetheilten Bezeichnung begegneten.
408. Simon van der Does. Maler, geb. zu Amsterdam l(i53.gest. 1717. Schüler seines Vaters, des Jac. v. d. Does, genannt Tarn-
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