Druckschrift 
5 (1879) SJ - Z
Entstehung
Seite
83
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SV. Nr. 397 — 399. 83

and in dem krönenden Tabernakel sind Engel, welche die Seelen derbeiden Gatten aufnehmen. In den Seitenpfeilern sind in kleinen Figurendie Bohne und lochtet derselben vorgestellt, mit beigeschriebenen Na-men. Die Umschrift lautet: Hie iacet nobilis utile» dominus Kirtjerusl'etrl filius Ltgifer Uplandiarum. Orale pro nobis. Et eiun nxordoiiiitut Ingcburt/is cum /Mi.* eorum quorum anime reijuiescunt in pace.Dieses Monument int in l>r. F. Kugier's kleinen Schriften und Studienzur Kunstgeschichte 11. 631 beschrieben, in dem Aufsatze: „MetalleneGrabplatten mit eingegrabener Umrissdarstellung." Diu Figur de.s Birgorund der Ingeborg sind aber in eine drei Zell dicke Marmorplatte ein-gravirt. Dr Kugler fugte auch eine Abbildung in kleinem Formate boi,

welche vennuthlicli richtiger gezeichnet ist, als der grosso Stich unseresMonogrammisten. ]>ifsc>r war ein schwacher Zeichner, welcher seinVorbild nicht getreu geben konnte. Auch den Grabstichel führte erohne Geschmack, theils auf die unpassendste Weise. H. 21 Z. 0 L.,Br. 14 Z. 8 L.

Die Zeichnung zum Stiche in Kugler's Werk fertigte N. M. Mandel-gren, aber nicht nach dein Originale, sondern nach Brenner, wahr-scheinlich nach Elias Brenner, welcher 1717 im 70. Jahre starb. Englersagt, dass sicdi in Peringsjöld's ,, Monumeiita Ullerakerensia" eine Ab-bildung des Denkmals linde; diese ist aber eine andere, als die unseresMonogrammisten.

397. Simon Vostre, einer der unternehmendeten Buchhändler zu

Paris in den letzten Docennion des 15. und zu Anfang desJahrhunderts, bediente sich dieses Verlagszeichens,lilipp Pigouchet druckte mehrere „Heures" (Horarien)für ihn, wie wir unter dem Zeichen desselben bereits be-merkt haben. Diese „Heures" sind wegen ihrer gothischenSchrift und bildlichen Ausstattung von grossem Interesse, Die Zeichnerund Schneider, wahrscheinlich Eine Person, sind unbekannt, Uober dieverschiedenen Ausgaben der „Heures" des Simon Vostre giebt Bruneiin seinem „Manuel du libraire, Quatrieme Edition 4 Tomes. Paris 1844,"am Schluss des 4. Bandes Auskunft,. Noch beschreibt B, Waigel, Kunst-Katalog Nr. 14,155 u. 14,150, zwei Ausgaben, welche Brauet unbekanntblieben. Das Schild mit den verschlungenen SV pllegt oben auf demTitel zu stehen.

398. Sebastian Vrancx, Maler, geh. um 1573 (V) in Antwerpen,~ gest. ebenda um 1047. Kr war ein Schüler dos

(j? -r (\7 van Noort und im Jährt 1012 Vorstand der Lukas-

yjD/ £$)// '-"iclo seiner Vaterstadt. Im Uobrigen ist man wenig

^y/ über die Lebensverhältnisse des Künstlers unterrichtet.

" Kr gilt zuweilen für innen Sohn des alteren Kranz

Francken; doch pflegte er seinen Namen auf seinen Bildern nicht

Kranken, sondern Vrancx zu schreiben.

Ausser seines vollen Namens bediente er sich zur Bezeichnung seinerBildet auch des obigen ersten Monogrammes.

Das zweite hier mitgotlieilto Zeichen ist auf einem radirten Blattebefindlich, welches man dem Künstler zuschreibt. Es ist im Geschmackdes J. van de Velde gearbeitet und bietet die Ansicht eines hol-ländischen Dorfes. Hechts am ('anal ein Garten, links an einer SchenkeMänner und Krauen, lieber dot Thür des Wirthshauses sieht man dasMonogramm. Qu. Kol.

399. Sebastian Vouillemont, Zeichner und Kupferstecher, gob.zu Bar sur Aube um 1010, lernte bei ü. Kabel und arbeitete dann

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