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265. Marco Dente oder Marco da Ravenna, der berühmteitalienische Kupfersteeher, aus der Bobale des Marc Antun, hat bereit«an einer früheres Stelle dieses Werkes Erwähnung gefunden. Ausser dendort mitgetheilten Zeichen bediente er sieh auch einet aus den Buch-staben lt. S. gebildeten Monogrammos, welches mit Itavonnas sculpsitoder Soultore Ravignano zu erklären ist. Das Monogramm iindet sichauf folgenden Blättern.
Der Kindermord nach Baccio Bandinolli. Herodes, mitdrei Begleitern, steht auf oinor Estrade in dorMitto der schöngruppirten Darstellung. Rechts unten, an der ersten Stufe dorErhöhung, sieht man die Inschrift: baccius — florentinus, und dasMonogramm. H. 15 Z„ Br. 21 Z 6 L.
Dies ist eines der besten Blätter des Meisters. Vasari logt es abermit Unrecht dem Agostino Veneziano bei. Zani erwähnt eines frühenAbdrucks, den zu soiner Zeit Basan in Paria besass, und wo die Figurenauf dor Balustrade, sowie einige andere Details nur im Umrisse waren.Auch in der Sammlung Sternberg Mandericheid war oin Abdruck, woviele Theilo der Figuren noch in blosen Umrissen, ebenso die Architekturund der Fussboden ohne Quadrate sind. Die späteren Abdrücke trägendio Adresse: Joannos Orlandi furmis roiuae 1602. Von früheren Druckensind einige auf zwei zusammengefügte Blätter gemacht. Thomassin hatdie Platte retouchirt. Auch zwei gute alte Copien sind bekannt.
Die heil. Jungfrau mit dem Kinde auf dem rechten Anne und einemBuche in der Linken, sitzt in einer Altarnisohe. Rechts unton stehtJoseph und gegenüber oin Bischof. Das Monogramm am linken Fusseder Madonna «rieht ron der gewöhnlichen Kenn etwas ab, indem derBuchstabe S kleiner als sonst ist. Bartsch hält das Blatt für die Arbeiteines modernen Künstlers, der das Monogramm darauf setzte, um deinStich mehr Geltung zu verschaffen oder um Itafael Sanzio als Erfinder zubezeichnen. Heinecke, der das Blatt dein Marco da üavenna beilegt,nonut den Polidoro als Erfinder. II. 9 Z. 8 L., Br. 6 Z. 10 L.
St. Michael, den Dämon zertretend, nach RafaeJ, FL '.) Z. 5 L.>Br. 6 Z. 11 L.
Es giebt eine mittclmässige, gleichseitige Copie mit demselbenMonogramm.
Entollus und Daros, zwei Gladiatoren, im Wettkainpfo mit demCeatus. Nach Uafaol. H. 11 Z 4 L., Br. 10 Z.
Trajan im Kampfe gegen <lie Dacier. H. 9 Z. 4 L., Br. 13 Z. 6 L.
Es giobt zwei Copien; eine im Sinne des Originals, fast bis zurTäuschung nachgeahmt, wenn auch mit geringerer Sicherheit gearbeitet;die andere von E. de Laulne, schön gestochen.
Amor auf dem Meere. In der Luft ist ein Band mit den Worten:Sic Fuga Violenta Monet. Oval. H, 4 Z. 6 L., Br. 6 Z. 1 L.
Es giebt von diesem Blatte eine täuschende Copie] nur in dorInschrift fand Bartech einen Unterschied.
Die antiken Reliefs, eine Folge von acht Stichen. Zwoi derselben:Das Opfer des Bacchus, FL 4 Z. 8 L., Br. 6 Z. 6 L., und Satyr undBock, H. 4 Z. 3 L., Br. 6 Z. 6 L, tragen obiges Monogramm. Vonbeiden Blättern giebt es Copien.
Das Basrelief mit drei Amoren, von welchen der eine den Dreizack,dio beiden andern eine grosse Muschol tragen. iL 6 Z., Br. 13 Z.
Eine genaue, anonyme Copio ist ohne Monogramm.
Laokoon und seine zwoi Söhne von den Schlangen umwunden, aufeinem Piedestal am Ufer des Meeres, Am Piedestal steht: Provt. In.