SM. Nr. 171 174. 31
171. Simon Meister, Maler, geboren 1803 zu Coblena, gest. 1844
f-yy, . zu Köln. Sera früh sich kundgebendes ungewöhnliches
y. >'\ Talent veranlasste Kunstfreunde ihm die, Mittel zu einem
*-/y Y Studienaufenthalte in Paris, bei Hoxace Verriet, zu gewahren.
1833 liess er sich in Köln nieder. T>ie Porträts, Schlachten- und Thier-stücke, welche ei hier malte, sind lebendig gezeichnet und frisch undwurm in der Farbe, doch wird seine kecke Bohandlungsweise nichtselten eine zu decorative. Zwei Gemälde von Meister: ein Löwenkafcjffund das Beiterbildniss dos Königs Friedrich Wilhelm des TV. vonPreussen, als Kronprinz, besitzt das Kölner Museum. Fin Bililniss desKaisers Napoleon zu Pferde, in halber Lebensgrösse, welches Meister1820 gomalt hatte, bosass der verstorbene Maler Fromm; dasselbe warmit obigem Monogramm, nebst der genannten Jahreszahl bezeichnet.Gewöhnlich pflegte Meister seinon Bildern den vollständigen Namenbeizufügen. Jn den letzten Lebensjahren malte der Künstler in Geinein-sehaft mit seinem Bruder Nicolas ein kolossales Panorama mit demHhoinüborgang der Franzosen bei Neuwied im April 1797; ebenso zweiDioramen, wolche diu Schlacht bei Kulm und die Ansicht der BurgStolzenfels bei Sonnenuntergang und während eines Gewitters darstellen.Nach seinom Gemälde wurden, nach J. J. Morlo, folgende Blätterlithographirt: Napoleon und seine Genorale zu Pferde, auf Stein gez.rOD F. Heister. Qu. imp. Fol.
König Friedrich Wilhelm IV. von Preusson, als Kronprinz in Be-gleitung zweier Genorale. Lithogr. von J. B. Hützor nach dem jetztin der städtisch. Wallraf schon Sammlung befindlichen Gemälde. Gr. Fol.Ernst von Pfuel, k. nreuss Generallieutenant etc., von J. C. Baumlithogr. Gr Fol.
Arnold Klütsch. Brustbild. Mit fünf /eilen Knittelvorsc im kölni-schen Dialoct. Auf Stein gez. von B. Weiss. Fol.
Bildniss dos Malers, Brustbild, ohne alle Schrift. Kl. Fol. VonFranz Kollerhoven nach Moister's Tode nach dessen eigenem Gemäldelithographirt.
Der Hanswurst auf dem Pegasus über eine Landschaft reitend.Der Hanswurst mit einer Schönen in einem von zwei Bossen ge-zogenen Wagen sitzend, überfährt den Griesgram, welcher links unterdem Bade liogt.
Eine Trinkgosollschaft, von phantastischen Erscheinungen umgehen.Die Trinkgenossen sind Uilduisse, darunter das des Künstlors.
Die drei letztgenannten Darstellungen, Qu. 4, auf Stein gezeichnetvon D. Levy, gehören zu einer Folge von elf Blatten mit den Titeln:„Die Decoration des Gürzenich. Erinnerungen an den < Karneval von 183f>zu Oöln."
172. Dieses Zeichen Badet sich auf einem deutschen Sponton imICA Pariser Artillerie-Museum. Nach Demmin soll das /eichen
c / vS V 0 iUIS ( ' en '"iti' 1 ' 011 'l'' 1 ' Maria Theresia und des Franz von*—' ^^ Lothringen bestehen, der sieb mit der Kaiserin im Jahre1738 vermählte.
173. Die Signatur eines im Artillerie-Museum zu Paris beiiml-v/vw/ liehen Degens aus der Uegierungszoit Ludwig XIV.
174. Dieses Zeichen wird von Christ und Malpe dorn Michel
\/L Sackerer zugetheilt einem nach seinen Lebensverhältnissen uube-
1 O' kannten Kupferstech.-:l'. Man kennt auch nur ein Blatt von ihm,