Druckschrift 
5 (1879) SJ - Z
Entstehung
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81. Nr. 36-40. 9

Monogrammen nicht etwa zwei verschiedene Künstler zu suchen sind.Der verstorbene Direktor Schorn in Berlin, dem beide Blätter vorlagen,sprach sich in einer Zuschrift an Brulliot, Appendix I. 309, für dieseAnnahme bejahend aus.

36. Nach Brulliot, App. I. 307, soll das Zeichen einem fran-j zösischen Formschneider angehören. Es steht auf einem

jfi satyrischen Blatte auf den Widerstand der Stadt Paris gegen^ Heinrich IV. unter dem Herzog von Majenne. Oben die

■*-=*°=- Inschrift: LUTETIA FURENS — PARIS EN FURIE.Man sieht das Schiff von Paris mit einer Anzahl verschiedener Thiere,Polyphem zieht es durch das stürmische Meer. Am Steuerruder sitztein bewaffneter Affe (der Herzog von Majenne). Oval mit lateinischenund französischen Inschriften. IT. 10 Z. 2 L. Br. 7 Z. 11 L.

Brulliot sah das Blatt nicht mit eigenen Augen, auch uns ist esnoch nicht vorgekommen.

37. Johann Schöffer, Buchdrucker zu Mainz zwischen ISIStt, und 1H30, bediente sich auf Druckwerken des gegebenen

ri Zeichens, das auch in kleinerer Form vorkommt. Man

^\ sieht es unter Anderm in der Mainzer Ausgabe des Titus

A y\) j> Livius 1522. Schofför wechselte übrigens mit seinem

^~X- Zeichen, wir haben bereits IV. Kr. 397 eine andere Form

desselben gegeben und dort eingebend seine Zeichen besprochen.

38. Johann Sohraudolph, Historienmaler zu München, geb. zuOberstorf in Oberschwaben 1808, erhielt unter Schlott-hauer und Cornelius seine Ausbildung und machte sichspäter vorzugsweise durch seine Fresken im Dome zu

Speier einen geachteten Namen.

Das erste Zeichen finden wir auf einem radirten Blattendes Meisters,welches den hl. Alois vorstellt, wie er an die Klosterpforte klopft.Er trägt den Ordenshabit und einen Sack über der Achsel. Die Pforteist links, und rechts hin öffnet sich eine Strasse der Stadt. Das Zeichenist rechts nach unten an einem Steine. H. 3 Z. 8 L, Br. 2 Z. 7 L.

Diess ist der zweite Versuch des Künstlers im Radiren. Die erstenAbdrücke kommen von der geätzten Platte und sind ohne Schrift imRande.

Der erste Versuch im Actzcn ist das Blatt mit dem Täufer Johannesin der Wüste. Er ist in härenem Gewände und über die rechte Achselist ein Mantel geworfen. Mit der Rechten hält er den Kreuzstock mitder Bandrolle, die Linke erhebt er. Ohne Zeichen. Höhe der Platte4 Z. 10 L. Br. 3 Z. 4 L.

Das zweite grössere Zeichen kommt auf Gemälden und Zeich-nungen vor.

39. Bernhard Stange, Landschaftsmaler zu München, geb. zu/T Dresden 1806. Das Zeichen steht auf Gemälden, es soll StHv bedeuten, in der gegebenen Form aber ist man versucht SI zukD lesen.

40. Johann Spillenberg oder Spillenberger, Maler und Radiicrzu Wien, von Herkunft ungarischer Edelmann, gest. 1673. DasMonogramm in der gegebenen Grösse kommt auf seinen Ge-

17 mälden vor, kleiner findet es sich auch auf Radirungen, aberhier gewöhnlich bugleitet von seinem vollen oder abgekürztenNamen.

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