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des Mannes, welcher im Holzschnitt neben dem Heiland steht unddessen Mantel ergreift, einen Mann mit Turban an, dessen Hand nichtemporgehoben ist, wie im Original, sondern auf dem Gesimse derFensteröffnung ruht. II. 8 Z. !i L. Br. 4 Z.
Ob dieser Anonymus auch noch andere Blätter aus der Dürer'schcnPassion copirt hat, ist uns nicht bekannt. Heller kennt jene Copio nicht.
Schliesslich bemerken wir noch, dass der Monogrammist IS wahr-scheinlich nur desswegen als Uebcrarbeiter der Glockonton'schen Passionerklärt wurde, weil die erwähnte Copie nach Dürer eine unverdienteEhre erlangt hat. Vergl. Passavant II. p. 147.
30. Unbekannter italienischer Zeichner oder Formsohneidor,
<b wie es scheint aus der Florentinischen Schule gegen die Mitte'P. des 16. Jahrhunderts. Man findet das Zeichen nebst dem Mono-gramm // T auf einer Clair-obscur von drei Platten mit Sophonisbe,wie sie in Gegenwart eines Kriegers den Giftbecher leert. II. 7 Z. 7 L.Br. 6 Z. Passavant VI. p. 239.
31- Jan Swart von Groeningen, Historien- und Landschafts-
f*4 maier, geb. zu Groningen 1409, gest. IS38. Seine Lebcns-
^fc Verhältnisse sind unbekannt. Als Schoreel 1K22 aus Italien
zurückkehrte, lobte Swart einige Zeit in Gent. Sein Styl hat
Verwandtschaft mit Schorcel's italienischer Manier und es ist höchst
Wahrscheinlich, dass Swart in Italien gewesen ist.
Hier handelt es sich um einen Holzschnitt mit dem vorstehendenZeichen, welcher allgemein Jan Swart zugeschrieben wird. BartschVII, j). 492 hat das Blatt beschrieben; es stellt Christus dar, wie ervom Kahne aus zum Volke predigt. II. 8 Z. 10 L. Br. 10 Z. 7 L.Die Annahme der Swart'schen Autorschaft scheint sicher zu seyn.Schon Carl van Mandcr sagt, dass Swart Holzschnitte hinterlassenhabe und nennt ausser der Predigt Christi aus dem Schiffe noch einBlatt mit Türken zu Pferd, die mit Pfeilen und Bogen bewaffnet sind.Letzteres Blatt ist den neueren Chalcographen nicht bekannt geworden,da Bartsch und Passavant nur die Predigt Christi kennen. Aber auchdieses Blatt gehört zu den Seltenheiten. Der Charakter der Zeichnungist ganz im Styl der alteren niederländischen, \on italienischen Vor-bildern bocinflnsstcu Kunst und der Schnitt selbst technisch so tüchtigund schön behandelt, dass man mit grosser Wahrscheinlichkeit dasBlatt für einen Original-Formschnitt des Meisters Swart halten darf.
Passavant spricht noch von einem zweiten Blatte mit der Ein-setzung des hl, Abendmahls und der Jahrzahl J5M. Dasselbe istaber nicht von Swart, sondern von einem deutschen Meister. Auchhat das Monogramm, begleitet von einer Boraxbüchsc, eine andereForm. Wir handeln über diesen Meister weiter unten.
32. Jan Steen, der berühmte Genremalcr. Seine gewöhnlichenMonogramme hat Naglcr bereits IV. Nr. 383 gegeben. Hierhandelt es sich um eine I'orm desselben, welche Naglcrau der angezogenen Stelle nicht mitgotheilt hat. Esfindet sich wie die andern Zeichen auf Gemälden.
33. Julie Stommel, Malerin, wurde 1813 zu Düsseldorf geborenund daselbst von J. Wiukelirer und Preyer unterrichtet. Sie malt