Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
1118
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1118 HF. Nr. 2933—2934.

ihm auch die Zeichnungen angehören. Die Orthographie des Namenswechselt. Der Künstler starb 1629.

2933. Unbekannter Formschneider oder Zeichner, welcher zu„-, Anfang des 17. Jahrhunderts in Leipzig gelebt zu haben scheint." In Valerian Herzberger's Hauspostill. Leipzig 1610, fol., sindsechs kleinere Holzschnitte mit diesem Zeichen. Sie sind sehr schönund geschmackvoll behandelt, bei weitem besser als die grösseren.Wir können nicht bestimmen, ob sie von einem der aufgeführtenMonogrammisten HF herrühren.

2934. Heinrich Fassner statt Hans Fries wird obenNo. 915 als der_{- Verfertiger der Gemälde aus dem Leben der

Maria im Museum zu Basel genannt, wie ander betreffenden Stelle näher zu ersehen ist.Auf diesen II. Fassner kamen wir durch eineanonyme Schrift: Notizen über Kunst undKünstler in Basel 1841, in welcher das Ver-''(^ il zeichniss der zu Basel zünftig gewesenen Ma-ler und Bildhauer nach dem rothen Buche der Zunft zum Himmel da-selbst aufgenommen ist. In diesem gedruckten Verzeichnisse kommtunter dem Jahre 1498 Meister Heinrich Fassner von Bern als Malervor, und wir nahmen keinen Anstand, ihn nach Zeit uud Umstündenfür den mutmasslichen Verfertiger der Bilder in Basel zu bezeichnen.Jetzt hat sich der Thutbestand _anders herausgestellt. Durch die ge-fällige Mittheilung des Herrn Ed. His-Heusler in Basel, welcher 1802den Catalog der städtischen Kunstsammlung herausgab, kam der ge-nannte Heinrich Fassner 1841 nur durch eine falsche Lesart unddurch unrichtige Auffassung der handschriftlichen Aufzeichnung indas Verzeichniss der Künstler. Die betreffende Stelle der unorthogra-phischen Handschrift lautet: yte ef hei entpätß die zunft ein mollerkam ton bem uff Mitwuch vor fanl All/ans Dag efl nam meislerHeinrich falkner 1 0. iij /*. Daraus entnahm der Abschreiber von1841 einen Maler Meister Heinrich Fassner, es handelt sichaber um keinen Künstler, sondern um den Sattlcrmeister Heinrich Falk-ner, welcher damals Seckelmeister der Zunft war, und daher das Geldfür die Aufnahme in Empfang genommen hatte. Der Name des Ma-lers ist nicht eingetragen, und zwar durch die Ungeschicklichkeit desSeckclmeisters Heinrich Falkner weggeblieben. Herr His-Heusler istaber dem Berner Meister in einem anderen uralten Buche der Zunftauf die Spur gekommen. Es enthält das Verzeichniss aller Zunft-genossen, und darin steht in derselben Reihenfolge, in welcher imrothen Buche der Maler von Bern eingezeichnet ist: Mattern dermoller. Dieser Matter, welcher nach Anshelm's Chronik I. 136 und261 einem alten Berner Geschlechte angehört, ist aber nicht der Trägerdes Monogramms. Herr His-Heusler hat bis zur Evidenz erwie-sen, dass die Bilder aus dem Leben der Maria im Museum zu Basel,deren eines die gegebenen Buchstaben trägt, von dem bisher unbe-kannten Maler Hans Fries aus Freiburg herrühren. Unter dem Mo-nogramm / 0 h — F. geben wir die weiteren Nachrichten über diesenmerkwürdigen Meister, zugleich mit der Beschreibung der Bilder ausdem Leben der Maria. Der Sattlermeister Heinrich Fassner, richtigerFalkner, muss künftig von der Künstlerschaft sich fern halten, wenner 1498 auch Zunftgenosse der Maler war.