HF —HG. Nr. 293S-2937. 1119
2935. Hans Fries, der im vorhergehenden Artikel erwähnte Mei-c ster, scheint auch durch diese Initialen seinen Kamen
HTr C an 8 e ^ outet 7Al hohen. Wir haben ihn III. No. 619~/\ 1~ untcr ^' e Unbekannten gezählt. Die dort erwähnte/ \ L Zeichnung im Cabinet zu München, die Madonna imfaltenreichen Gewände mit den sie krönenden Engeln, verräth einenNachahmer des Martin Schongauer, welchem aber auch die alte Augs-burgor Schule nicht unbekannt war. Diess ist mit Hans Friesder Fall. Von Heinrich (nicht HansJ Fassner kann keine Rede mehrseyn.
In der k. Kupfcrstichsammlung zu Stuttgart ist indessen eine Fe-derzeichnung mit Christus am Kreuze in der Weise des Martin Schön.Sie trägt den Namen eines bisher ungenannten Meisters: HalsbagkFranz. 1497. II. 9 Z. 7 li. Br. (i Z. 2 L. Die ungewöhnliche Ver-setzung des Geschlechts- oder Ortsnamens könnte die Vermuthungerzeugen, dass die obigen Initialen allenfalls den Namen dieses Hals-bachcr Franz andeuten, da die zuerst erwähnte Zeichnung in den An-fang des 10. Jahrhunderts, wenn nicht früher fällt. Ein Jörg vonHalsbach war der Baumeister der Frauenkirche in München von 1408an. Halsbach liegt in Altbayern.
2936. Unbekannter Kupferstecher und Formsehneider, welcherTgT rrV um '''''^ 'hätig war. Er hinterliess ein Blatt mit dem^ OV Bildnisse des Papstes Paul IV., Büste in Profil nach rechts.Im unteren Bande steht: PAVLVS IUI. PONT. MAX., oben die Jahr-zahl 15HT, und im Grunde links das Monogramm. Dieses Blatt istin Helldunkel von drei Platten gedruckt. Die Strichplattc ist gestochen,und schwarz abgedruckt. Die eine der Holzplatten wurde mit bläu-licher, die andere mit brauner Farbe libcrgcdmckt. Der bläulicheTon ist vorherrschend. II. !> Z. 3 L. Br. 4 Z. 4 L.
Dieses Blatt ist in drei Farben sehr selten. Es wurde auch diegestochene Platte einzeln abgedruckt, man findet aber nur selten einExemplar. Der Verfertiger gehört der deutschen Schule an.
2937. Gerard van Herp, oder ein van Herp, auch Ilarp genannt,manifestirt sich durch seine Gemälde alsSchüler des Rubens, man nennt aber kei-nen solchen ausdrücklich unter den Schü-lern. Auch der Name Gerhard ist nicht
ganz sieber, obgleich ihn Felix Bogaerts adoptirt. Im Museum zuBrüssel wird dein Gerald van Herp ein Bild des hl. Nikolaus von To-lentino zugeschrieben , welches in der Weise des Rubens gemalt ist.Man will aber in der Signatur auch G. van Ilerck lesen, und der Buch-stabe G ist nur muthmasslich für Andeutung des Namens Gerard zunehmen. Dann findet man von einem G. van Herp auch Gemälde mithäuslichen Scenen, und Ch. Kramm glaubt, dass der Verfertiger sol-cher nicht seltenen Bilder der jüngere Künstler dieses Namens seynkönnte. In der Gallerie des Museums zu Berlin ist ein G. v. Herpgezeichnetes Gemälde, welches den Satyr in der Hütte der Bauern-familie vorstellt, wie er sich wundert, dass die Leute beim Essen kaltblasen , und durch den Athem sich die Hände wärmen. Dieses Ge-mälde müsste nun dem jüngeren G. van Herp angehören, und derselbekann durch das gegebene Monogramm seinen Namen angedeutet haben.Allein auch in dem Bilde des Berliner Museums ist ein Nachklang derRuhons'schen Schule, wio in den Gemälden mit dem gegebenen Zei-chen. Wir haben es schon No. 790 nach Brulliot beigebracht, kannten
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